{"id":196,"date":"2024-06-30T18:04:47","date_gmt":"2024-06-30T18:04:47","guid":{"rendered":"https:\/\/hgu2read.de\/?page_id=196"},"modified":"2024-06-30T18:04:47","modified_gmt":"2024-06-30T18:04:47","slug":"herausforderung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hgu2read.de\/interessen\/glauben-und-beten-lernen\/herausforderung\/","title":{"rendered":"Herausforderung"},"content":{"rendered":"<p>Wenn ich an Erfahrungen denke, die mit der Kommunikation des Betens und Glaubens zusammenh\u00e4ngen, wird  schnell eine Situation aus dem Umfeld des Kommunikationstrainings als Ingenieur wieder bewusst.<\/p>\n<p>Wir sollten den kontrollierten Dialog \u00fcben. Wer diese \u00dcbungsform nicht kennt, dem sei sie noch einmal schnell erz\u00e4hlt:<\/p>\n<ul>\n<li>Es gibt 3 Personen\n<ol>\n<li>Person spricht<\/li>\n<li>Person h\u00f6rt zu und wiederholt in eigenen Worten das gesagte, bevor sie selber spricht<\/li>\n<li>Person stellt sicher, dass diese \u00dcbung, das Wiederholen, eingehalten wird.<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li>die Rollen der Personen 1 + 2 wechseln dann st\u00e4ndig<\/li>\n<li>es ist geschickt, wenn man bei dieser \u00dcbung ein kontroverses Thema w\u00e4hlt<\/li>\n<li>und da mir aufgefallen war, dass mein Partner nichts mit Glauben \/ Kirche anfangen konnte begann ich mit der Aussage, <em>ich finde Kirche gut, weil sie mir erm\u00f6glicht mit Schuld gut umzugehen<\/em>.<\/li>\n<li>als Wiederholung h\u00f6rte ich: <em>ich f\u00e4nde Kirche gut, weil ich mich schuldig f\u00fchle.<\/em><\/li>\n<li>f\u00fcr mich damals nicht das Gleiche, eher eine Erfahrung, wie bestimmte innere Bilder die Perspektive pr\u00e4gen. Diese Erfahrung best\u00e4rkte den Entschluss, solche kontroversen Themen, die je nach Vorerfahrungen sich anders zeigen, nicht aufzugreifen, wenn ich mich nicht vorher vergewissert habe, dass wir \u00e4hnliche innere Bilder haben. Denn, dass hatte mich damals \u00fcberrascht, auch die 3. Person fand die Wiederholung ok.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Umgang mit Schuld - ein Schatz der Kirche<\/h2>\n<p>Kirche, als die Gemeinschaft der vom HERRN gerufenen, wissen, dass Jesus, der HERR, ihre Schuld auf sich genommen hat, sie Vergebung erlangen, also einen Neuanfang erm\u00f6glicht bekommen haben. Das Vergangenen muss sie nicht mehr bestimmen. Es gibt eine Freiheit der Kinder Gottes, f\u00fcr die, die das Licht aufnahmen, welches in die Welt kam, wie wir uns an Weihnachten mit dem Beginn des Johannesevangeliums erinnern. <\/p>\n<p>Diese Freiheit zu einem Leben im Licht, wie man es nennen k\u00f6nnte, ist die Folge, der Einladung Jesu zu folgen, von IHM zu lernen und SEIN Joch auf sich zu nehmen. So \u00fcberliefert es der Evangelist Matth\u00e4us.<\/p>\n<h2>Resonanz dieser Einladung in den 12 Schritten der Selbsthilfegruppen<\/h2>\n<p>Mich fasziniert, dass die Einladung Jesu auch Menschen hilft, frei zu werden, die in sehr schwierigen Lebenslagen sind. Die Selbsthilfegruppen haben da gute \u00dcbersetzungsarbeit geleistet. Es gibt als erste der 12 Schritte:<\/p>\n<ol>\n<li><em>Wir geben zu, dass wir dem eigenen Problem gegen\u00fcber machtlos sind, und unser Leben nicht mehr meistern k\u00f6nnen.<\/em><br \/>\nDas k\u00f6nnen beispielsweise Substanzabh\u00e4ngigkeit oder, je nach Thematik der Gruppe, auch andere Problematiken sein. Zugeben, dass man sein \u201et\u00e4gliches Leben\u201c nicht mehr bew\u00e4ltigen kann.<\/li>\n<li><em>Wir kommen zu dem Glauben, dass eine Macht, gr\u00f6\u00dfer als wir selbst, uns unsere geistige Gesundheit wiedergeben kann<\/em>. Urspr\u00fcnglich wurde hier f\u00fcr \u201eMacht, gr\u00f6\u00dfer als man selbst\u201c das Wort \u201eGott\u201c eingef\u00fchrt. Um die Gruppen aber auch nichtreligi\u00f6sen Personen zu \u00f6ffnen, w\u00e4hlte man die neue Formulierung.<\/li>\n<li><em>Wir fassen den Entschluss, unseren Willen und unser Leben der Sorge Gottes, wie wir ihn verstehen, anzuvertrauen<\/em>.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Jesus l\u00e4dt ein, kommt zu mir, die ihr m\u00fchselig und beladen seid - und Menschen, die in S\u00fcchten gefangen sind, k\u00f6nnen dieser Einladung folgen, erfahren, wie Gott rettet - was ja der Name Jesus bedeutet.<\/p>\n<h2>Was macht ein gew\u00f6hnlicher Erwachsener?<\/h2>\n<p>Erwachsen sein bedeutet ja, das Leben selbst gestalten zu k\u00f6nnen. D.h. diese Einladung Jesu wird von vielen als Kr\u00e4nkung erfahren und deshalb ist sie nicht attraktiv. Den Entschluss zu fassen, den eigenen Willen und das eigene Leben der Sorge Gottes anzuvertrauen, ist daher weit weg.<\/p>\n<p>Der Vorgang, das Licht ins Leben aufzunehmen und so ein neues Denken zu erleben, ist nicht von selbst mit dem Erwachsenwerden verbunden - vielleicht sogar etwas gegenl\u00e4ufig, eine paradoxe Erfahrung, wie es viele im Leben gibt. So entsteht eine neue Beziehung, im Kind - Gottes werden. Eine Beziehung, die auch ansteckend sein kann, weil nat\u00fcrlich dieser Entschluss, das eigene Leben, den eigenen Willen der Sorge Gottes anzuvertrauen, immer neu m\u00f6glich wird - gerade wenn im Freundes- und Bekanntenkreis sp\u00fcrbar ist, dass es einen positiven Unterschied macht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn ich an Erfahrungen denke, die mit der Kommunikation des Betens und Glaubens zusammenh\u00e4ngen, wird schnell eine Situation aus dem Umfeld des Kommunikationstrainings als Ingenieur wieder bewusst. 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