{"id":1103,"date":"2026-07-28T09:38:04","date_gmt":"2026-07-28T09:38:04","guid":{"rendered":"https:\/\/hgu2read.de\/interessen\/?p=1103"},"modified":"2026-07-28T09:39:47","modified_gmt":"2026-07-28T09:39:47","slug":"17-sonntag-lesejahra","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hgu2read.de\/interessen\/17-sonntag-lesejahra\/","title":{"rendered":"17.Sonntag-LesejahrA"},"content":{"rendered":"<h4>Biblische Lesungen:<\/h4>\n<p>1. Lesung 1 K\u00f6n 3,5.7-12<\/p>\n<p>Antwort-Psalm 119<\/p>\n<p>2. Lesung R\u00f6m 8,28-30<\/p>\n<p>Evangelium: Mt 13,44-52<\/p>\n<h4>Einleitung:<\/h4>\n<p>Heute werden wir im Evangelium das Ende einer Gruppe von 7 Gleichnissen aus dem Matth\u00e4us Evangelium h\u00f6ren. Jedes dieser Gleichnisse erschlie\u00dft etwas \u00fcber das Himmelreich. Dein Reich komme, so beten wir ja regelm\u00e4\u00dfig. 7 l\u00e4sst als Zahl an Vollkommenheit denken. So leuchten da unterschiedliche Seiten der Gottesherrschaft unter uns Menschen auf.<\/p>\n<p>An den letzten beiden Sonntagen waren es Bilder des Wachsens und Wachsen-lassen. Das ist eine wichtige Seite des Reiches Gottes. Gottes Gegenwart im Leben der Menschen beginnt klein und erst nach und nach zeigt sich Frucht.<\/p>\n<p>Unser Lied (GL 457) dr\u00fcckt es mit dem Ja aus, welches Gott spricht - haben Sie davon in den letzten Tagen etwas geh\u00f6rt? Besch\u00e4ftigt Sie noch Anliegen von Klagenden und Trauernden? -- Alles, was da in uns gegenw\u00e4rtig ist, soll sich Gottes Ja \u00f6ffnen k\u00f6nnen - so lassen Sie uns nun miteinander das Gloria singen.<\/p>\n<h4>Predigt: Liebe Mitchristen<\/h4>\n<p>3 Schriftlesungen haben wir geh\u00f6rt und zu allen k\u00f6nnte man die ganze Predigt halten:<\/p>\n<p>Da braucht es eine Hilfe, sich zu beschr\u00e4nken. Die soll diesmal die Frage sein: <em>Was ist denn wirklich wichtig?<\/em><\/p>\n<p>Salomo w\u00fcnscht sich von Gott ein h\u00f6rendes Herz. Ein h\u00f6rendes Herz. F\u00fcr ihn ist das wichtig. Und Salomo sagt in seinem Gebet: ich bin noch jung und wei\u00df weder aus noch ein. Salomo vertraut auf die F\u00fchrung durch Gott.<\/p>\n<p>Jesus wurde ja auch einmal gefragt, was ist das wichtigste Gebot und er hat mit der Gottesliebe geantwortet.<\/p>\n<p>Das l\u00e4sst auf die n\u00e4chste Lesung schauen: <em>Wir wissen, dass denen, die Gott lieben, alles zum Guten gereicht,<\/em><\/p>\n<p>vielleicht entsteht auch die Frage, was das denn ist, die Gottesliebe. Ich glaube, dass uns da die 3 Gleichnisse heute etwas sagen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Warum? Von Haus aus bin ich ja Naturwissenschaftler und ich finde es spannend, wie Liebe sich z.B. in der Neurobiologie zeigt. Da gibt es Versuche mit Personen, die in so einem Zustand sind - verliebt. Und man hat festgestellt, dass in deren Gehirn 3 Bereiche besonders aktiv sind, n\u00e4mlich der Bereich f\u00fcr Lust oder Freude, der Bereich f\u00fcr Risiko und der Bereich f\u00fcr Verbindung.<\/p>\n<p>Der Finder des Schatzes agiert in gro\u00dfer Freude und geht ein Risiko ein, setzt alles auf diese eine Karte - ebenso der Kaufmann. Und das Bild des Netzes l\u00e4sst mich an Verbindung denken. Gleichnisse erlauben ja, sie in ganz unterschiedliche Weise auszulegen - je nach dem Interesse oder der Fragestellung.<\/p>\n<p>Von Paulus haben wir eine bedeutsame Bibelstelle geh\u00f6rt. Lesen wir da noch einmal weiter <em>denen, die gem\u00e4\u00df seinem Ratschluss berufen sind; denn diejenigen, die er im Voraus erkannt hat, hat er auch im Voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben, damit dieser der Erstgeborene unter vielen Br\u00fcdern und Schwestern sei.<\/em><\/p>\n<p>Immer wenn in der Bibel von erkennen gesprochen wird, schwingt da auch Liebe mit. Gott liebt, so sagt Paulus die Menschen schon im Voraus - wir k\u00f6nnen antworten - an Wesen und Gestalt Christi teilhaben, indem wir daf\u00fcr in unseren Lebensvollz\u00fcgen offen sind.<\/p>\n<p>Dann sagt Paulus: <em>Die er aber vorausbestimmt hat, die hat er auch berufen, und die er berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht; die er aber gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht.<\/em><\/p>\n<p>Wenn wir das so h\u00f6ren, auf dem Hintergrund der Frage: Was ist wirklich wichtig? Was kommt Ihnen dann entgegen?<\/p>\n<p>F\u00fcr mich ist da dieses Ja - Gottes zu sp\u00fcren, von dem wir zu Beginn gesungen haben. Gott beruft, macht gerecht, verherrlicht. D.h. nicht durch eigene Verdienste gelangt der Mensch in das ewige Leben sondern durch das Wirken Gottes - dazu gab es vor einigen Jahren auch eine gemeinsame \u00f6kumenische Erkl\u00e4rung zum Verst\u00e4ndnis der Rechtfertigung.<\/p>\n<p>In diesem Sinn beleuchten die Gleichnisse heute eine weitere Seite der Gottesherrschaft. Nicht alles was w\u00e4chst, ist in sich schon hilfreich, sinnvoll. Es braucht eine Kl\u00e4rung, eine Entscheidung. Sie kann pl\u00f6tzlich und zuf\u00e4llig entstehen, wie beim Mann, der im Acker den Schatz findet. Oder am Ende eines Suchprozesses, wie beim Kaufmann. Die Gottesherrschaft, das Umsetzen des Willens Gottes, braucht ein pers\u00f6nliches Ja - das eigene Nein muss sterben. <em>Das Himmelreich ist nahe, kehrt um und glaubt<\/em>, so hei\u00dft es zu Beginn des Wirkens Jesu. Umkehr, neues Denken ist eine Glaubensentscheidung, Abwendung von Gewohntem, Hinwendung zu Neuem.<\/p>\n<ul>\n<li>Wem aufgegangen ist, wie sehr es hilft, ehrlich mit sich und den anderen umzugehen, der wird aufmerksam auf manche kleine Unwahrheit und muss mit diesen Gewohnheiten auch die Annehmlichkeiten, die damit verbunden sind, loslassen.<\/li>\n<li>Oder wem deutlich wird, wie gut es tut, nicht vom Medienkonsum bestimmt zu sein - egal ob Radio, Fernsehen oder soziale Medien - der muss akzeptieren, oft nicht mehr so <strong>in<\/strong> zu sein ...<\/li>\n<\/ul>\n<p>Manches wird dabei auch anecken. Das wird f\u00fcr mich gut sichtbar in Fragen, was wichtig f\u00fcr die Zukunft unserer Gesellschaft ist. Wer auf die Grenzen des Wirtschaftswachstums f\u00fcr unsere endliche Erde hinweist oder auf die Folgen dieses Wachstums f\u00fcr das Klima, erlebt, wie so ein Bote einer schlechten Nachricht daf\u00fcr Widerstand bekommt.<\/p>\n<p>Mir gef\u00e4llt der Humor in der Erz\u00e4hlung heute: Jesus fragt <em>Habt ihr das alles verstanden?<\/em> Und wie h\u00e4tten Sie heute geantwortet?<\/p>\n<p>Es ist doch \u00e4hnlich wie bei dem ,Gerecht gemacht werden' von dem Paulus spricht. Ich werde nie vergessen, wie ich w\u00e4hrend meines Studiums in den USA gefragt wurde: Are you saved? das entspricht dem gerecht gemacht - und mir damals einer der Studentenseelsorger als katholische Antwort auf diese Frage nahegelegt hat, ,ja und ich arbeite dran'<\/p>\n<p>Habt ihr das alles verstanden? - ja und wir arbeiten dran, als J\u00fcnger, als Lernende des Himmelreiches, die aus ihren spirituellen Sch\u00e4tzen, Neues und Altes hervorholen.<\/p>\n<p>Die Engel werden dann uns unterst\u00fctzen, am Ende, so dass alles, was vom Mangel an Gutem bestimmt ist, so finde ich kann man B\u00f6ses sinnvoll beschreiben, keinen Bestand hat, sich verliert, weggeworfen wird.<\/p>\n<p>Um Gottes Wort zu verstehen, braucht es die Entscheidung des Glaubens f\u00fcr das Gute, gegen das B\u00f6se. Sie erinnern sich an den Wunsch von Salomo nach einem h\u00f6renden Herz, das Gut und B\u00f6se zu unterscheiden vermag. Auf dieser Grundlage kann Gott, die Quelle alles Guten sich mitteilen. Gottes Liebe wird keinen vereinnahmen -- der Mensch - Sie und ich - d\u00fcrfen sich glaubend der Beziehung, der Gottesliebe \u00f6ffnen, als Lernende und dann erfasst diese Quelle jeden und jede von uns - alles wird uns zum Guten gereichen. In diesem Sinn lade ich Sie ein, mit Entschiedenheit Gott in allem zu suchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Biblische Lesungen: 1. Lesung 1 K\u00f6n 3,5.7-12 Antwort-Psalm 119 2. Lesung R\u00f6m 8,28-30 Evangelium: Mt 13,44-52 Einleitung: Heute werden wir im Evangelium das Ende einer Gruppe von 7 Gleichnissen aus dem Matth\u00e4us Evangelium h\u00f6ren. Jedes dieser Gleichnisse erschlie\u00dft etwas \u00fcber das Himmelreich. 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