{"id":1126,"date":"2026-08-15T19:51:29","date_gmt":"2026-08-15T19:51:29","guid":{"rendered":"https:\/\/hgu2read.de\/interessen\/?p=1126"},"modified":"2026-08-15T19:51:29","modified_gmt":"2026-08-15T19:51:29","slug":"aufnahmemariensindenhimmel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hgu2read.de\/interessen\/aufnahmemariensindenhimmel\/","title":{"rendered":"AufnahmeMariensInDenHimmel"},"content":{"rendered":"<h4>Biblische Lesungen:<\/h4>\n<p>1. Lesung Offb 11,19a; 12,1--6a.10ab<\/p>\n<p>Antwort-Psalm 45<\/p>\n<p>2. Lesung 1 Kor 15,20--27a<\/p>\n<p>Evangelium: Lk 1,39--56 <\/p>\n<h4>Einleitung:<\/h4>\n<p>Im Zentrum des heutigen Gottesdienst wird das Loblied stehen. Wir sind hier, um Gott zu loben und werden dabei vom Moriz-Terzett inspiriert, die diesen Festgottesdienst mitgestalten. Unser Lied zu Beginn (GL 522) hat das Festgeheimnis des heutigen Hochfestes der Aufnahme Mariens in den Himmel besungen.<\/p>\n<p>Heute preisen wir Gott, im Glauben, dass er Maria, die Mutter seines Sohnes, nicht im Tod gelassen hat und hoffen, dass er auch uns nicht im Tod lassen wird. Wir beten nachher im Hochgebet des Gottesdienstes: Deinen Tod o Herr verk\u00fcnden wir und Deine Auferstehung preisen wir, bis Du kommst in Herrlichkeit. Was meint Glaube an die Auferstehung, an das Leben nach dem Tod, f\u00fcr jeden und jede von uns? Das heutige Fest m\u00f6chte uns dieses Glaubensgeheimnis n\u00e4her bringen.<\/p>\n<p>Umgangssprachlich hei\u00dft das Fest Maria Himmelfahrt. Die Festbezeichnung k\u00f6nnte dazu verleiten, Maria und Christus sehr \u00e4hnlich zu sehen. In der Lesung wird der Apostel Paulus den Vorrang Christi bekennen. Rufen wir mit ihm Christus zu, dem Erstgeborenen der Toten, der durch seine Auferstehung den Weg zum Vater geebnet hat, uns heimrufen wird ins ewige Licht der Liebe Gottes.<\/p>\n<h4>Predigt: Liebe Mitchristen<\/h4>\n<p>Wir haben gerade eine Frauengeschichte geh\u00f6rt. Die positive Resonanz dieser gelungenen Begegnung l\u00e4sst ein Lied entstehen. Viele von uns haben es schon oft gebetet.<\/p>\n<p>Diese gelingende Begegnung passt zum heutigen Fest. Zur Festbezeichnung habe ich am Anfang unseres Gottesdienstes schon etwas gesagt. Manche Fr\u00f6mmigkeitsgruppe m\u00f6chte Maria als Miterl\u00f6serin ansehen, was dann bei anderen gr\u00f6\u00dfere Irritationen ausl\u00f6st. Maria ger\u00e4t oft in eine Distanz zum Rest der Menschheit. Die Glaubensvergewisserung des 2. Vatikanischen Konzils sieht Maria, diese besondere Frau, als ein Vorbild f\u00fcr uns in vielem, eine Schwester des Glaubens, eine von uns, Urbild von Kirche. An ihr wird deutlich, wie es uns gehen kann, gehen soll.<\/p>\n<p>Bilder von Maria gibt es als Kunstwerke. Sie haben uns etwas zu sagen. Maria wird meist dargestellt, wie sie dem Betrachter ihr Kind hinh\u00e4lt. Maria zeigt uns, gibt uns Jesus, den Sohn Gottes. Es lohnt sich, damit ins Gespr\u00e4ch zu kommen. Sie ist eine Christustr\u00e4gerin, aber nicht die einzige. Statuen in den Kirchen erinnern an weitere Christustr\u00e4ger wie den Hl. Antonius oder Christophorus. In manchen Kirchen ist auch der Heilige Josef so dargestellt.<\/p>\n<p>Ausgangspunkt f\u00fcr Maria war ihr Ja zu Gottes Willen, Gottes Plan. Daran erinnert das Angelusgebet, der Engel des Herrn, t\u00e4glich. Mit diesem Ja schwimmt Maria gegen den Strom der heutigen Zeit, eine Zeit, die mehr auf Haben, auf Selbstbestimmung setzt. Hier k\u00f6nnen wir von Maria und ihrer Offenheit, ihrer Bereitschaft lernen. Empfangen und Geben Grundelemente eines Lebens mit Gott, der sich verschenkt, damit wir leben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das ist nicht nur spirituell zu verstehen. Der Kern des heutigen Festes, die Aufnahme Mariens in den Himmel l\u00e4dt ein, ganzheitlich, mit Leib und Seele vor Gott zu sein, sich in diese Bewegung des Empfangens und Gebens einzulassen. Maria ist ganz bei Gott nicht nur teilweise. So macht uns dieses Festgeheimnis Mut, dass sich der Einsatz eines Lebens f\u00fcr andere, f\u00fcr den Willen Gottes, lohnt.<\/p>\n<p>Ihr Ringen zu diesem Ja wird f\u00fcr Maria im heutigen Evangelium durch die begl\u00fcckende Begegnung mit Elisabeth best\u00e4rkt. Maria wird von einer tiefen Freude erfasst. Auch wenn es hie\u00df, da sagte Maria, denken wir doch, dass sie sang, aufjauchzte. Gewagter gesagt, dass es sie sang. Singen ist ganzheitlich eine Erfahrung von Leib und Seele. Diese Wahrnehmung im Singen hat Menschen dazu gebracht, Gott als Lied zu beschreiben. Die Psalmen, die Gebete und Lieder des Volkes Gottes, nutzen als Sprachbild \u00f6fter: <em>Meine St\u00e4rke und mein Lied ist der Herr.<\/em> Es ist ein Bild von Gotteserfahrung, das auch uns bei der jeweils eigene Suche nach Gott begleiten kann. Es hat verschiedenen Seiten:<\/p>\n<p><strong>Das Lied Gottes gilt es zun\u00e4chst zu h\u00f6ren.<\/strong><\/p>\n<p>Viele Menschen haben schon mal einen Klang wahrgenommen,\\<br \/>\nder etwas ganz tief im Innern anr\u00fchren konnte.\\<br \/>\nWas f\u00fcr ein Lied war es?\\<\/p>\n<ul>\n<li>War es ein Heimatlied auf der Suche nach Geborgenheit?\\<\/li>\n<li>War es ein Wanderlied auf dem Weg durchs Leben?\\<\/li>\n<li>War es ein Protestsong im Widerstreit mit Unrecht?\\<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie zeigt sich die Resonanz mit Gott im eigenen Leben?<\/p>\n<p><strong>Dieses Lied Gottes darf ich dann selber singen.<\/strong><\/p>\n<p>Das H\u00f6ren l\u00e4dt ein zum Mitsingen. Manchmal braucht es dazu etwas \u00dcbung - Stimmbildung gewisserma\u00dfen. In jedem Fall gilt es, Resonanz zuzulassen, die eigenen F\u00e4higkeiten zur Verf\u00fcgung zu stellen. <\/p>\n<ul>\n<li>Welches Lied bestimmt gerade mein Leben? <\/li>\n<li>Gibt es einen Rhythmus, der mich zieht? <\/li>\n<\/ul>\n<p>Es wird nicht f\u00fcr alle identisch sein. Gott ist nicht uniform, sondern vielf\u00e4ltig, harmonisch, \u00fcberraschend anders.<\/p>\n<p><strong>Es braucht Menschen, die einen Chorklang erm\u00f6glichen.<\/strong><\/p>\n<p>Sie leiten an, das Geh\u00f6r zu \u00fcben, die Stimme zu bilden und sie helfen, im Chor zu singen. Hier sind wichtige Aufgaben innerhalb einer Gemeinde, in der Kirche. Gerade im Chor, in der Gemeinschaft, erklingt das Lied Gottes in besonderer Weise.<\/p>\n<p>Gott als Lied ist ein vielseitiges Bild von Gott. Es f\u00fchrt dazu, das Wort Gottes zu h\u00f6ren und gerade auch als Gemeinschaft von Glaubenden eine Resonanz mit diesem lebendigen Wort zuzulassen. Denn wir glauben daran, dass das Lied Gottes unsere Welt durcht\u00f6nt und h\u00f6rbarer in ihr werden will.<\/p>\n<p>In seinem bekannten Gedicht findet dazu Dietrich Bonhoeffer diese Worte: Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet, so lass uns h\u00f6ren jenen vollen Klang der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet, all deiner Kinder hohen Lobgesang.<\/p>\n<p>Wer sich \u00f6ffnet und einschwingt auf diesen Klang, der alles durcht\u00f6nt, wird verletzlich, d\u00fcnnh\u00e4utig. Das ist der Preis, den Maria und viele Heilige in der Nachfolge Christi gezahlt haben. Maria hat die gemeinsame Erfahrung mit Elisabeth best\u00e4rkt. Ich glaube diese Seite der Nachfolge ist in unserer Zeit oft nicht so im Blick. Welche vertraute Person kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie so \u00fcber den eigenen Glauben nachdenken. Weggemeinschaften in einer kleinen Gruppe sind sehr wertvoll.<\/p>\n<p>Nicht umsonst formuliert Bonhoeffer in der Mehrzahl - lass uns h\u00f6ren jenen vollen Klang. Gott als Lied erf\u00fcllt alles mit bleibender Freude -- wir haben als Menschen die Wahl.<\/p>\n<p>Das heutige Hochfest l\u00e4dt ein, mitzusingen - und so m\u00f6chte ich heute mit einem modernen Marienlied abschlie\u00dfen. Schlagen Sie bitte im Gotteslob 887 auf.<\/p>\n<p>Die Strophen lenken unseren Blick zuerst, wie sp\u00e4ter im Gottesdienst auch die Kr\u00e4utersegnung auf die Sch\u00f6pfung - auf dieses Geschenk Gottes, dass uns anvertraut ist. Dann kommt das befreiende Wirken Gottes, der M\u00e4chtige vom Thron st\u00f6\u00dft in den Blick und wir best\u00e4rken unseren Glauben an die Auferstehung von den Toten, ein Geschehen, dass wir an Maria glaubend feiern. Singen wir nun mit Maria von Gottes Heil.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Biblische Lesungen: 1. Lesung Offb 11,19a; 12,1&#8211;6a.10ab Antwort-Psalm 45 2. Lesung 1 Kor 15,20&#8211;27a Evangelium: Lk 1,39&#8211;56 Einleitung: Im Zentrum des heutigen Gottesdienst wird das Loblied stehen. 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