{"id":163,"date":"2024-06-24T15:48:43","date_gmt":"2024-06-24T15:48:43","guid":{"rendered":"https:\/\/hgu2read.de\/?p=163"},"modified":"2024-06-24T15:48:43","modified_gmt":"2024-06-24T15:48:43","slug":"erneuerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hgu2read.de\/interessen\/erneuerung\/","title":{"rendered":"Erneuerung"},"content":{"rendered":"\n<p>In der Di\u00f6zese Rottenburg-Stuttgart gab es 10 Jahre nach der W\u00fcrzburger Synode eine eigene Synode. Als ein Impuls dieser gemeinsamen Suche, Anregungen des Vat II f\u00fcr die Ortskirche fruchtbar werden zu lassen, entstand das Rottenburger Modell der Gemeindeerneuerung.<\/p>\n\n\n\n<p>Jahre sp\u00e4ter tauchten viele Gedanken aus diese Vorgehensweise in einer Erfahrung aus Kanada wieder auf, dokumentiert von James Mallon. Weil es in dieser Reihe um Kirche und Gott in unserem Denken geht, zu Beginn ein Gebet aus der Bewegung JmeM (Jugend mit einer Mission).<br>Es ist dem Gebot aus dem Buch Deuteronomium verbunden, Gott mit ganzem Herzen zu lieben - und wei\u00df darum, dass nur Gott dies m\u00f6glich werden l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Zieh mich hin zu Dir, Herr, lass uns zusammen laufen! Zieh mich hin zu Dir, o Herr, und halt mich fest. Komm und f\u00fchre mich, Herr, in Deine K\u00f6nigskammer, in die Verborgenheit, wo Deine Liebe mich umf\u00e4ngt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich will mich freu'n in Dir, ich will mich freu'n in Dir, ich will mich freu'n in Dir und fr\u00f6hlich sein. Es ist recht, Dich zu lieben, Herr, es ist recht, Dich zu lieben, Herr, es ist recht, Dich zu lieben, Herr, Du mein K\u00f6nig und mein Gott. Herzlich lieb hab ich Dich, o Herr, herzlich lieb hab ich Dich, o Herr, herzlich lieb hab ich Dich, o Herr, Du mein K\u00f6nig und mein Gott.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Jim und Anne Mills (Text nach Hoheslied 1,4)<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Divine Renovation<\/h2>\n\n\n\n<p>Buchtitel in Deutsch: Wenn Gott sein Haus saniert.<\/p>\n\n\n\n<p>James Mallon hat als Untertitel gew\u00e4hlt: Bringing your parish from maintenance to mission<\/p>\n\n\n\n<p>Es geht also um einen Kulturwandel in der Kirche am Ort - der Pfarrei.<br>Diesen Wandel strebt man aktiv an.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>maintenance<\/strong>: Erhaltungsmodus -- Welche Seiten einer Gemeindekultur, die sich dem Bestehenden verpflichtet wei\u00df, m\u00f6chte ich gerne ver\u00e4ndert sehen?<\/li>\n\n\n\n<li><strong>mission<\/strong>: Auftrag -- Welchen g\u00f6ttlichen Auftrag verbinde ich mit der Kirche am Ort - der Pfarrei?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>(Es gibt ja sehr unterschiedliche biblische Kirchenbilder, zB. als Werkzeug, Bote, Diener, Leuchtturm, Lerngemeinschaft)<\/p>\n\n\n\n<p>In seinem Buch ,,Divine Renovation\", auf welches ich durch einen Kontakt mit einen amerikanischen katholischen Pfarrer 2016 in London, Ohio, aufmerksam wurde, der mir mit leuchtenden Augen erz\u00e4hlte, wie er Freude an seinem Dienst hat und erlebt, wie seine Gemeinde sich ver\u00e4ndert, erz\u00e4hlt James Mallon seine Geschichte als Pfarrer.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich kann zu vielen Erfahrungen einen pers\u00f6nlichen Bezug aufnehmen und war dankbar dieses Buch zu lesen, weil es mir half, die eigenen Erfahrungen im Kontext katholischer Theologie zu kommunizieren.<br>Durch meinen pers\u00f6nlichen Werdegang habe ich ja viel au\u00dferhalb dieses Kontextes gelernt.<br>Die Grundlagen des Rottenburger Modells der Gemeindeerneuerung hatte ich in meiner Abschlussarbeit w\u00e4hrend des Theologiestudium erkundet. Diese Arbeit ist <a href=\"https:\/\/hgu2read.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/AbschlussarbeitLantershofen.pdf\">hier<\/a> einzusehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf diesem Hintergrund nun Themen, die James Mallon ausf\u00fchrlich beleuchtet, die bei mir sehr gro\u00dfe Resonanz haben:<\/p>\n\n\n\n<p>Eine wichtige Ver\u00e4nderung unserer Gesellschaft in den letzten 50 Jahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor 50 Jahren galt: <strong>Believing -- behaving -- belonging<\/strong><br>nun gilt <strong>Belonging -- behaving -- believing<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kirche wird in der Gesellschaft nicht mehr genutzt, um Menschen zu formen. Diese \u00c4ra geht zu Ende. Jede Generation ,,tickt\" anders. Die Frage ist, wie wir uns als Kirche dazu stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Rottenburger Modell der Gemeindeerneuerung versuchte bis 2000 durch eine Kampagne Gemeinschaftserfahrungen in die Gemeinden zu transportieren - es ist gut m\u00f6glich, Menschen zu unterst\u00fctzen, authentisch Gemeinschaft zu erfahren. \u00dcbrigens empfiehlt das DR-Netzwerk bei einem Webinar dieses Vorgehen, als eine moderne Strategie aus den Erfahrungen der Beispielgemeinde Saddleback (in Kalifornien).<\/p>\n\n\n\n<p>Welche pers\u00f6nlichen Erfahrung passen zum Wort Jesu passt (Mt 18,20): ,,Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen\" und haben die mir \/ anderen geholfen, den Glauben an Jesus zu vertiefen? Es w\u00e4re eine Erfahrung, wie Kirche real = wirklich wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Einstieg in eine weitere Beobachtung von James Mallon eine Erfahrung aus meiner Zeit in der Moriz-Gemeinde in Rottenburg:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>1984 wurde ich Leiter einer Bibelgruppe<\/li>\n\n\n\n<li>1985 begann ich, in der Firmvorbereitung mitzuarbeiten und \u00fcbernahm 1987 diesen Bereich. J\u00e4hrlich schloss ich mit dem damaligen Pfarrer f\u00fcr jede Vorbereitung einen Vertrag, der sichtbar machte, was wir als Vorbereitungsteam der Gemeinde zusagen und welche Erwartungen wir an die Gemeinde haben.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Das zeigt gut, was Ehrenamt bezeichnet: Da ist eine Person, die sich freiwillig und regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr eine Aufgabe einbringt. Die Kirche vor Ort erkennt das an, beauftragt - ein \u201eAmt\" entsteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Reflexionsfragen: Unsere Kirche kennt f\u00fcr Aufgaben wie Laienleiter von Gebets- \/ Bibelgruppen oder Katecheseverantwortliche keine Vollz\u00fcge der Beauftragung, also der Einsetzung in dieses ,,Amt\".<\/p>\n\n\n\n<p>Das gibt es nur f\u00fcr bezahlte Kr\u00e4fte - die Mitglieder der Pastoralteams.<\/p>\n\n\n\n<p>Was mag der Grund daf\u00fcr sein?<br>Was k\u00f6nnte vielleicht auch anders gestaltet werden?<br>Wie k\u00f6nnte so etwas gehen?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gemeinde als Ganzes ist Tr\u00e4gerin der Seelsorge - sagt die KGO - Seelsorger ist oft ein Synonym f\u00fcr hauptamtliche Person. Eine Frage, die diese Beitr\u00e4ge begleitet, ist: <strong>Was ist ,,<em>normales<\/em>\" Christsein?<\/strong> Wir wollen in der Kirche Partizipation leben und <strong>Klerikalismus<\/strong> ist eine gro\u00dfe Bremse f\u00fcr Erneuerung, Wachstum von Kirche - man kann nicht glauben lassen!<\/p>\n\n\n\n<p>Manche vergleichen das Erstarken von Pfingstkirchen seit 1900 auf dem amerikanischen Kontinent mit der Reformation bei uns vor 500 Jahren. Ein Bischof aus Brasilien sagte uns: ,,Wenn er in eine Gemeinde schaut, ist er sich bewusst, jede Person, die keine Aufgabe bekommt, wird bei den Pfingstkirchen landen.\" In seinen Gemeinden mit ca. 40000 Gl\u00e4ubigen pro Priester, gibt es 1000 Neuzugezogene-Beauftragte, 1000 \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Papst Franziskus kommt aus diesem Umfeld. Er bezeichnete beim Weltjugendtag in Brasilien Klerikalismus als zentrale Versuchung der Kirche - eine meist s\u00fcndhafte Kollusion zwischen den Gl\u00e4ubigen und ihren Hirten.<br>Klerikalismus ist f\u00fcr ihn ein Miteinander von Mitgliedern des Volkes Gottes, die Aufgaben, die ihnen im Glauben zu k\u00e4men, an die abgeben, die daf\u00fcr bezahlt werden, und diese nehmen es gerne an.<\/p>\n\n\n\n<p>James Mallon verweist darauf, f\u00fcr viele Katholiken ist die Konzilsvorstellung des Volkes Gottes, des gemeinsamen Priestertums der Getauften weit weg. Ob unsere Kirche es schafft, nicht klerikal zu sein, muss die Zukunft zeigen. Kirche ist auch total klerikal lebbar.<br>Ein Beispiel bei uns ist die Neuapostolische Kirche - 2 Amtstr\u00e4ger auf 10-15 Familien.<\/p>\n\n\n\n<p>Reflexionsfrage: Was glaube ich, kann helfen, dem vom Konzil gebahnten gemeinsamen Priestertum aller Getauften den Weg zu bereiten?<\/p>\n\n\n\n<p>Der Grundimpuls Jesu vom Reich Gottes ist deutlich nichtklerikal. Er hat sich mit den Schriftgelehrten und Pharis\u00e4ern sehr gerieben. Seine erste Predigt lautet, Die Zeit ist erf\u00fcllt, das Reich Gottes ist nahe, kehrt um und glaubt an das Evangelium. (Basisbibel \u00fcbersetzt ,kehrt um' mit ,\u00c4ndert euer Leben') Dieses \u00c4ndern ist etwas, was Gott in uns wirkt. In Joh 3 sagt Jesus ,,Ihr m\u00fcsst von oben her neu geboren werden.\" (Basisbibel)<\/p>\n\n\n\n<p>Are you saved? - Reborn Christian war in der Zeit, als ich in den USA studierte ein weiterer Begriff, den ich dort kennengelernt habe. Und es ist ein Begriff, der gro\u00dfen Sprengstoff in sich hat. Jedes Weihnachtsfest h\u00f6ren wir aus dem Johannesprolog: ,,Das Licht kam in die Welt, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden.\" Dieses Werden kennt wichtige Meilensteine:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Evangelisation<\/strong> als das Aufschlie\u00dfen \/ Teilen dieser Beziehung zu<br>Christus ist zentrales Thema bei James Mallon \/ Divine Renovation.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Mallon zeigt auf, wie dieses Werden (j\u00fcngern) in den Dokumenten unserer<br>Kirche entfaltet wird.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Kennenlernen<\/strong> wird durch Beziehungen gef\u00f6rdert - das Belonging.\\<br>Menschen werden eingeladen - erleben, dass f\u00fcr sie gebetet wird -\\<br>sp\u00fcren das Zeugnis des Lebens.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Bekehrung\/Wiedergeburt<\/strong> ereignet sich in der Begegnung mit dem lebendigen Christus - pers\u00f6nliche Nachfolge beginnt.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Reifen<\/strong> geschieht durch <strong><em>Katechese<\/em><\/strong> und die Glaubenspraxis des<br>Betens, Bibellesens, um so zu lernen, IHM zu folgen, wie ER anderen zu dienen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Mitteilen<\/strong> l\u00e4sst den Glauben konkret werden, Menschen erleben sich, als von Gott gesendet, als Bot*innen SEINER frohen Botschaft.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Reflexionsfragen:<\/p>\n\n\n\n<p>Was k\u00f6nnte helfen, die Bedeutung von pers\u00f6nlicher Entscheidung (das Taufversprechen) besser bei den Gl\u00e4ubigen zu verankern?<\/p>\n\n\n\n<p>Was w\u00fcrde mir selber helfen (hat mir geholfen)?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Spannung zur volkskirchlichen Katechesepraxis<\/h2>\n\n\n\n<p>Katechese erfolgt \u00fcberwiegend mit Menschen, die nicht evangelisiert<br>sind, also noch keine pers\u00f6nliche Beziehung zu Jesus Christus begonnen<br>haben.<\/p>\n\n\n\n<p>James Mallon entfaltet zur Sakramententheologie: im Konzil von Trient<br>entstand als Antwort auf die Reformation vor 500 Jahren eine Ausrichtung, die sich sehr um die G\u00fcltigkeit eines Sakramentes m\u00fcht.<\/p>\n\n\n\n<p>D.h. die Blickrichtung, wie Sakramente fruchtbar ins pers\u00f6nliche Leben<br>der Menschen unserer Zeit wirken, tritt so leider in den Hintergrund.<\/p>\n\n\n\n<p>John Wimber und seine Past\u00f6re bei der Konferenz zur Evangelisation aus<br>der Kraft des Heiligen Geistes, wiesen darauf hin, dass f\u00fcr die Menschen<br>heute Erfahrung gr\u00f6\u00dfere Bedeutung hat. Sie wollen sp\u00fcren, dass es Gott<br>gibt, bevor sie in Betracht ziehen, sich dieser Beziehung zu \u00f6ffnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Pfr. Frings in M\u00fcnster hatte u.a. deshalb die gemeindliche Kommunionvorbereitung als Fest der Tauferinnerung umgestaltet - und wer dann weiter machen wollte, erfuhr Katechese.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Erwartung + Willkommenskultur<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein Workshop mit Zulehner zur Ritenkultur w\u00e4hrend meiner Ausbildung zeigte, Erwartungen an religi\u00f6se Praxis sind in der katholischen Kirche f\u00fcr viele fremd.<\/p>\n\n\n\n<p>Was hilft ehrlich - Gott ehren zu wollen - mit einer gro\u00dfen Qualit\u00e4t<br>also zu den Menschen zu sagen: ,,Wir glauben, dass Gott in dir und durch<br>dich wirken wird. Wir erwarten das und du solltest dasselbe tun.\"<\/p>\n\n\n\n<p>Leider ist unsere nonverbale Botschaft oft: ,,<em>Du bist hier hochwillkommen, aber wir erwarten nichts von dir und du sollst wissen, auch wenn du nicht kommst, bist du ein hochwillkommenes Glied unserer Gemeinde.<\/em>\"<\/p>\n\n\n\n<p>Reflexionsfrage: Welche Erwartung m\u00f6chte ich einem Menschen weitersagen, der nach Sinn f\u00fcr sein Leben sucht?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">T\u00fcr f\u00fcr die Menschen<\/h2>\n\n\n\n<p>Jede Kirche ist eine Generation vom Aussterben entfernt.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist nicht klar, ob es gelingt, der n\u00e4chsten Generation einen pers\u00f6nlichen Zugang zu dieser Beziehung zu Jesus Christus zu erschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Literatur von Gemeindeentwicklung, Gemeindewachstum wird oft das<br>Bild der T\u00fcr verwandt - das Buch von James Mallon nutzt es als Cover.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ist die T\u00fcr, durch die Menschen zu Gott finden?<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Mallon ist z.B. der Alpha-Kurs eine solche T\u00fcr.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Willow-Creek (eine Modellgemeinde in Chicago mit gro\u00dfer Ausstrahlung) sind es sucherorientierte Gottesdienste.<\/p>\n\n\n\n<p>Reflexionsfrage:<\/p>\n\n\n\n<p>Was ist in meiner Wahrnehmung eine ,,T\u00fcr\" - also eine Gelegenheit, die ein Mensch nutzt, der noch keine pers\u00f6nliche Beziehung mit Jesus Christus hat, um diese f\u00fcr sich zu beginnen?<\/p>\n\n\n\n<p>Was sollten wir deshalb als Glaubensgemeinschaft gezielt f\u00f6rdern?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Institutionelle Gesundheit einer Kirchengemeinde<\/h2>\n\n\n\n<p>Gallup, ein Meinungsforschungsinstitut, hat den ME 25 Fragebogen f\u00fcr<br>christliche Kirchen entwickelt, um institutionelle Gesundheit zu messen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine gesunde Gemeinde ist eine Gemeinschaft von Menschen, die geistlich<br>wachsen, anderen dienen und bereit sind, finanzielle Mittel zu teilen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier zeigt sich, was es bedeutet, Kirche vor Ort ist ein System. ME 25 misst Fr\u00fcchte. Als Ergebnis gibt es Prozentzahlen f\u00fcr engagierte, nicht - engagierte + aktiv nicht - engagierte Gemeindeglieder. Mallon fing mit 24\/47\/29 an und konnte nach gut 2,5 Jahren 41\/44\/15 als Erfolg seiner M\u00fchen sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>4 engagierte Glieder sind n\u00f6tig, um die \u00e4tzende Gegenwart eines aktiv<br>nicht-engagierte Gliedes zu neutralisieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Statt die Menschen in der Gemeinde zu beknien, mehr zu geben, oder \u2026 ist es zielf\u00fchrender den Boden zu bereiten, damit das Reich Gottes (von selbst - automatisch) wachsen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Reflexionsfragen:<\/p>\n\n\n\n<p>Was vermute ich als Anteile in der eigenen Gemeinde?<\/p>\n\n\n\n<p>Was k\u00f6nnte helfen, hier eine Ver\u00e4nderung zu bewirken?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Blockaden<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Entr\u00fcmpeln<\/strong> so \u00fcberschreibt die deutschen \u00dcbersetzung das Kapitel, in dem Mallon auf innere Bilder fokussiert, die einer Erneuerung im Wege stehen. Ganz zentral ist dabei die Vorstellung der Gnade. In der katholischen Lehre gibt ein Miteinander von Glauben und Werken. Leider geht dieses Miteinander schnell verloren.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Irrlehre mit Tradition (von <strong>Pelagius<\/strong>, einem Theologen zur Zeit des Augustinus,) betont die Werke. Immer wieder sind wir als katholische Kirche versucht, in Abgrenzung von protestantischer Theologie diese Spannung von sowohl als auch ungut so aufzul\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mallon zitiert ein Gedankenspiel. Wir stehen vor der Himmelst\u00fcr und Gott<br>fragt uns: ,,Warum sollte ich dich in den Himmel hineinlassen?\"<\/p>\n\n\n\n<p>Aktuelle katholische Glaubensformung bahnt kaum eine Antwort auf das<br>Passiah-Geheimnis, das unser Leben verwandelt und uns schenkt, Gottes<br>Liebe Raum zu geben, die sich in Fr\u00fcchten von guten Werken zeigt. Gnade<br>ist unverdient, ein Geschenk, das aufgenommen werden will - ausgepackt,<br>wenn dieses Bild hilft. Nett und brav sein (als Einstiegsbedingung) ist im Grunde eine Form der Irrlehre des Pelagius. Mallon spitzt dies dann so zu: ,,Gott ist mein Kumpel, der nichts von mir verlangt, au\u00dfer, dass ich mir selbst treu bin, und der mich nat\u00fcrlich im Himmel weiterfeiern l\u00e4sst.\"<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Leitungskompetenz:<\/strong> In diesem Zusammenhang schaut Mallon, wie auch<br>andere amerikanische Autoren auf gute Beispiele der Kirchenszene, die<br>teilweise auch ihren Ruf darin sehen, andere christliche Leiter zu<br>f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Pastor aus Kalifornien leitet eine Gemeinde - Saddleback, die, f\u00fcr viele beispielhaft, unkirchliche Menschen mit dem Evangelium erreicht.<br>Dieser Pastor, Rick Warren, Bestseller-Autor mit dem Buch ,,Purpose driven Life\", ist in vielem innovativ und zielgerichtet, Menschen zu einem Leben in der Gnade anzuleiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Leiten im Umfeld der Kirche soll ja anders sein - es geht nicht darum, Macht auszu\u00fcben, zu unterwerfen. Gleichzeitig gilt es, Widerst\u00e4nde zu \u00fcberwinden, und immer neu sich aufzumachen, um den Auftrag gut zu leben, den Matth\u00e4us uns von Jesus \u00fcberliefert hat: ,,j\u00fcngert\"<\/p>\n\n\n\n<p>Reflexionsfragen:<\/p>\n\n\n\n<p>Was w\u00fcrde ich als Ma\u00df nehmen, um zu pr\u00fcfen, ob wir als Kirche am Ort auf<br>dem richtigen Weg sind?<\/p>\n\n\n\n<p>Welche Fr\u00fcchte eines Wachsens im Glauben sind f\u00fcr unsere Kultur da passend?<\/p>\n\n\n\n<p>Abschluss - mit einem Text aus dem Matth\u00e4usevangelium Kap 11.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Dank Jesu an den Vater - Verse 25-27<\/p>\n\n\n\n<p>In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und<br>der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den<br>Unm\u00fcndigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Mir<br>ist von meinem Vater alles \u00fcbergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur<br>der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der<br>Sohn offenbaren will.<\/p>\n\n\n\n<p>Vom leichten Joch Jesu - Verse 28 - 30<\/p>\n\n\n\n<p>Kommt zu mir, die ihr m\u00fchselig und beladen seid.<br>Kommt zu mir und ich gebe euch Ruh'.<br>Nehmt mein Joch und lernet von mir,<br>denn ich bin sanftm\u00fctig und von Herzen dem\u00fctig.<br>So werdet ihr finden Ruhe f\u00fcr eure Seelen,<br>denn mein Joch ist sanft, und meine B\u00fcrde ist leicht.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Melodie M. Warrington<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Di\u00f6zese Rottenburg-Stuttgart gab es 10 Jahre nach der W\u00fcrzburger Synode eine eigene Synode. Als ein Impuls dieser gemeinsamen Suche, Anregungen des Vat II f\u00fcr die Ortskirche fruchtbar werden zu lassen, entstand das Rottenburger Modell der Gemeindeerneuerung. 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