{"id":356,"date":"2024-11-29T18:33:12","date_gmt":"2024-11-29T18:33:12","guid":{"rendered":"https:\/\/hgu2read.de\/?p=356"},"modified":"2024-11-29T18:33:12","modified_gmt":"2024-11-29T18:33:12","slug":"1-adventssonntag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hgu2read.de\/interessen\/1-adventssonntag\/","title":{"rendered":"1.Adventssonntag"},"content":{"rendered":"<h2>Bibeltexte vom Lesejahr C<\/h2>\n<ol>\n<li><strong>Les<\/strong> Jer 33, 14-16 <\/li>\n<li><strong>Les<\/strong> 1 Thess 3, 12 - 4, 2<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Ev<\/strong> Lk 21, 25-28.34-36<\/p>\n<h2>Predigt: Liebe Mitchristen<\/h2>\n<p>Der Er\u00f6ffungsvers in diesen Gottesdienst und damit in die Adventszeit lautet:<\/p>\n<p><strong><em>Zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele. Mein Gott, dir vertraue ich. Lass mich nicht scheitern, lass meine Feinde nicht triumphieren! Denn niemand, der auf dich hofft, wird zuschanden<\/em><\/strong>.<\/p>\n<p>In diese Zuversicht m\u00f6chte Jesus uns f\u00fchren, wenn er sagt: <em>Richtet euch auf und erhebt eure H\u00e4upter.<\/em><\/p>\n<p>So eine Zuversicht ist nicht selbstverst\u00e4ndlich. Im November wird j\u00e4hrlich die <a href=\"https:\/\/www.friedensdekade.de\/\" title=\"\u00f6kumenische Friedensdekade\">\u00f6kumenische Friedensdekade<\/a> begannen, und da schreibt Peter Herrfurth, Landesjugendpfarrer der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, in den <a href=\"https:\/\/www.friedensdekade.de\/wovor-hast-du-angst\/\" title=\"Hintergrundmaterialien f\u00fcr Gottesdienstvorbereitung\">Hintergrundmaterialien f\u00fcr Gottesdienstvorbereitung<\/a> in diesem Jahr: Ich bin ziemlich erschrocken. Denn ich habe gerade geh\u00f6rt, wovor junge Menschen besonders gro\u00dfe Angst haben: 80% der Jugendlichen zwischen 12 und 25 haben Angst vor Krieg. Die meisten f\u00fcrchten sich au\u00dferdem vor einer Wirtschaftskrise und dem Klimawandel. Und sie k\u00f6nnen nichts daf\u00fcr. Nicht f\u00fcr die Gewalt und nicht f\u00fcr die Kriege. Nicht f\u00fcr die angespannte wirtschaftliche Situation und auch nicht f\u00fcr die Folgen der Erderw\u00e4rmung. Ich \u00fcberlege, wie war das damals bei mir? Hatte ich Angst vor Krieg? Sorge um die Zukunft, Angst vor einem Kollaps des Planeten? Soweit das Zitat.<\/p>\n<p>Wenn Sie sich an Ihre Jugend erinnern, was machte Ihnen damals Angst? Wo der Geist des Herrn ist, ist keine Furcht, wei\u00df die Heilige Schrift. Wer sich im Geist der Gerechtigkeit aufmacht, Zukunft zu gestalten, die Erde kommenden Generationen als gute Grundlage des Lebens zu \u00fcbergeben - der bezeugt: Der Herr ist unsere Gerechtigkeit.<\/p>\n<p>Viele sagen aktuell durch die Sprache ihres Tuns, mein eigenes Wohlergehen ist mir das Wichtigste, ist, wenn man so will, mein Gott. Der Glaube an Jesus, an Gott, der rettet, verleiht Kraft, sich anders auszurichten. Der Glaube, dass niemand, der auf Gott hofft, zuschanden wird. Dieser Glaube macht es m\u00f6glich, den Widrigkeiten und Versuchungen der Zeit zu widerstehen.<\/p>\n<p>Auch heute gilt, was wir im Evangelium geh\u00f6rt haben: <em>Nehmt euch in acht, dass Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euch nicht verwirren und dass jener Tag euch nicht pl\u00f6tzlich \u00fcberrascht,<\/em> Gerade im Zusammenhang mit den Fragen des Klimawandels wird deutlich, Menschen verdr\u00e4ngen leicht unangenehme Tatsachen. Bei schlechten Aussichten lockt die Versuchung, vieles f\u00fcr einige Zeit auszublenden - dieser Umgang erweist sich als Einfallstor f\u00fcr S\u00fcchte. Wer aus einer Sucht herausfinden will, lernt als erstes, mit dem Verdr\u00e4ngen aufzuh\u00f6ren. Die Kultur, die uns umgibt, m\u00f6chte, dass wir gute Konsumenten werden - von materiellen und immateriellen G\u00fctern. Gerade die online-Zeit, die Menschen in sozialen Medien verbringen, zeigt oft, wie sucht\u00e4hnliche Verhaltensweisen entstanden sind. Um diese gezielt zu formen wird \u00fcbrigens viel geforscht. Und wie kann man da herausfinden? Es ist ein Kampf von David gegen Goliath ein Kampf, in dem uns die Adventszeit helfen m\u00f6chte. Sie kann unsere seelischen Muskel st\u00e4rken, indem sie Ruhe und Stille in den Blick bringt. Das ist richtig ungewohnt. Probieren Sie aus, die Ger\u00e4te, die Ihre Aufmerksamkeit bekommen wollen, in dieser Zeit bewusst zur Seite zu legen.<\/p>\n<p>Vermutlich sind zu Beginn die Fragen sogar noch st\u00e4rker da, wenn das Ablenken, Verdr\u00e4ngen nicht mehr praktiziert wird. Wie geht das sich Aufrichten und das Haupt erheben im Wissen, dass die Erl\u00f6sung naht, wenn es eng wird, Angst hochkommt, dass die Zukunft schlecht ist? Dabei leuchtet es unmittelbar ein, ein Mensch, der sich aufrichtet, Raum macht f\u00fcr sein Herz und f\u00fcr den Atem, der kann anders bestehen, als einer der in sich zusammensinkt.<\/p>\n<p>Das Zusammensinken kommt von allein, das Aufrichten braucht die Entscheidung und einen Einsatz von Kraft. Die Kraft f\u00fcr einen solche Entscheidung, die beziehen wir oft aus einem bewussten Wechsel der Sichtweise. Das zeigt die Selbsthilfe - Bewegung der 12-Schritte, die beim Weg aus Abh\u00e4ngigkeiten richtig vielen Menschen hilft. O-Ton der ersten 3 Schritte: <strong><em>Wir gaben zu, dass wir unseren Abh\u00e4ngigkeiten und Problemen gegen\u00fcber machtlos sind -- und unser Leben nicht mehr meistern konnten! Wir kamen zu dem Glauben, dass eine Macht, gr\u00f6\u00dfer als wir selbst, uns unsere Gesundheit wiedergeben kann. Wir fassten den Entschluss, unseren Willen und unser Leben der Sorge Gottes -- soweit wir ihn verstanden haben -- anzuvertrauen.<\/em><\/strong> Effektive Selbsthilfe beginnt da mit dem Eingest\u00e4ndnis, es nicht selbst zu k\u00f6nnen, also auf das Kommen Gottes, auf den Advent angewiesen zu sein, und der Bereitschaft sich daf\u00fcr zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Die Zukunft kommt, ob ich diesen Lebensraum mitgestalte oder ob ich sie \u00fcber mich hereinbrechen lasse. So zeigen sich 2 ganz unterschiedliche Zug\u00e4nge. Im Evangelium hei\u00dft es dazu: <em>er, dieser Tag, wird \u00fcber alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen<\/em>. Ich pers\u00f6nlich h\u00f6re da, keiner kann seinem Ende ausweichen. Von diesem Ende her wird dann das ganze Leben betrachtet und bewertet. Der Ma\u00dfstab wird nicht sein, was hast du alles genossen und wie hast du dir es gut gehen lassen. Es wird ein Ma\u00dfstab der Gerechtigkeit sein, der alle Menschen im Blick hat.<\/p>\n<p>Der Ma\u00dfstab der 2. Lesung ist das Wachsen in der Liebe. Liebe ist ein sch\u00f6nes, verhei\u00dfungsvolles, aber auch ein wehrloses Wort -- oft missbraucht. Gemeinsam sind wir mit anderen und zu anderen unterwegs, auf dem Weg der Liebe und zu Gott, der zu uns kommen will. Wir k\u00f6nnen in der Liebe wachsen, weil Gott uns begegnet in unserem Alltag. Dieses Kommen Gottes, diesen Advent, nicht durch Ablenkungen zu verpassen, im Wach sein und im Beten, ist eine wesentliche Herausforderung f\u00fcr jeden und jede von uns heute. Unser Sehnen nach Gott, so wei\u00df ein neues geistliches Lied kann uns den Weg weisen. -- Singen wir es gemeinsam.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bibeltexte vom Lesejahr C Les Jer 33, 14-16 Les 1 Thess 3, 12 &#8211; 4, 2 Ev Lk 21, 25-28.34-36 Predigt: Liebe Mitchristen Der Er\u00f6ffungsvers in diesen Gottesdienst und damit in die Adventszeit lautet: Zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele. Mein Gott, dir vertraue ich. Lass mich nicht scheitern, lass meine Feinde nicht triumphieren! 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