{"id":363,"date":"2024-12-06T10:25:33","date_gmt":"2024-12-06T10:25:33","guid":{"rendered":"https:\/\/hgu2read.de\/?p=363"},"modified":"2024-12-06T10:25:33","modified_gmt":"2024-12-06T10:25:33","slug":"2-adventssonntag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hgu2read.de\/interessen\/2-adventssonntag\/","title":{"rendered":"2.Adventssonntag"},"content":{"rendered":"<h2>Bibelstellen im Lesejahr C<\/h2>\n<ol>\n<li>Les Bar 5,1--9 <\/li>\n<\/ol>\n<p>Antwortpsalm Ps 126<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Les Phil 1.4--6.8--11<\/li>\n<\/ol>\n<p>Evangelium: Lk 3,1--6<\/p>\n<h2>Liebe Mitchristen<\/h2>\n<p><strong><em>Leg ab, Jerusalem, das Kleid deiner Trauer und deines Elends. Bekleide dich mit dem Schmuck der Herrlichkeit, die Gott dir f\u00fcr immer verleiht.<\/em><\/strong><br \/>\nSo haben wir in der ersten Lesung geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Wer ist Jerusalem f\u00fcr Sie, wenn Sie Worte der Schrift h\u00f6ren? -- Sagen Sie sich, die Stadt im Nahen Osten ist weit weg das geht mich alles nichts an, dann rauscht das Wort an Ihnen vorbei, zusammen mit den vielf\u00e4ltigen Bildern aus dem Konflikt in und um Israel in diesen Tagen.<br \/>\n-- Das w\u00e4re schade, denn Jerusalem kann f\u00fcr uns als Gemeinde stehen als Ort, in dem Gott wohnen will. Es passt auch f\u00fcr Glaubensgruppen, wie Familien. -- <em>Steh auf, Jerusalem, - sieh deine Kinder - Sie freuen sich, dass Gott an sie gedacht hat.<\/em> - Wer m\u00f6chte sich nicht so freuen k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Das w\u00e4re doch etwas, wenn dieses Wort uns gelten k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Dann m\u00fcsste man das Kleid der Trauer ablegen. So ein Kleid findet schneller einen Tr\u00e4ger, eine Tr\u00e4gerin, als es Menschen oft bewusst ist.<br \/>\nSituationen, die schwierig erscheinen, in denen eine Annahme schwer f\u00e4llt, f\u00fchren schnell in einen Trauerprozess.<\/p>\n<p>Bei der Begleitung von Sterbenden zeigen sich Schritte der Trauer sehr deutlich. Es gibt sie aber in vielen Zusammenh\u00e4ngen. Oft stirbt da etwas, ob Hoffnungen oder Beziehungen oder ...<\/p>\n<p>Am Anfang steht meist das Nicht-Wahrhaben-Wollen dann regt sich Zorn es wird versucht, zu verhandeln und oft f\u00e4llt man in Depressionen bevor eine Zustimmung innerlich m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>In den Umbr\u00fcchen bricht vieles Vertraute weg, ist neues Denken gefordert. Advent als Zeit der Umkehr, also der Ein\u00fcbung in solches Denken k\u00f6nnte dabei helfen. Und wer bei sich ein Trauergewand bemerkt, den k\u00f6nnte jetzt Gottes Wort ermutigen, das abzulegen, den Schmuck der Herrlichkeit, die Gott verleiht, anzulegen. Das Trauergewand ablegen, k\u00f6nnte hei\u00dfen, nicht mehr zu jammern, zu klagen, auf Defizite zu schauen. Den Schmuck der Herrlichkeit, die Gott verleiht, anzulegen entspr\u00e4che, den Blick zu \u00f6ffnen f\u00fcr Gottes N\u00e4he im eigenen Leben, f\u00fcr seinen Segen und seine F\u00fchrung.<\/p>\n<p>Prophetische Worte zeichnen sich dadurch aus, dass Menschen aus unterschiedlichen Zeiten in ihnen etwas von Gottes Kraft und Weisung erkennen. Da haben sie viel gemeinsam mit den biblischen Gebeten, den Psalmen.<\/p>\n<p><em>Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet Ihm die Stra\u00dfen!<\/em> m\u00f6chte \u00e4hnliches erm\u00f6glichen. Wenn es dann im Ruf vor dem Evangelium weiter hei\u00dft, <em>alle Menschen werden das Heil Gottes schauen<\/em> regt sich manches Aber und die Frage: Stimmt diese Verhei\u00dfung? f\u00fcr den nahen Osten, die Ukraine f\u00fcr Syrien, f\u00fcr Situationen der Gewalt, ob sie in den Nachrichten auftauchen oder eher im Verborgenen bleiben? Stimmt es f\u00fcr pers\u00f6nliche Lebenslagen, in denen es manchmal sehr unwirtlich, lebensfeindlich ist, wie eine W\u00fcste der zwischenmenschlicher D\u00fcrre. In der W\u00fcste ergeht das Wort des Herrn h\u00f6ren wir im Evangelium. Was bedeutet dieser Zusammenhang in den pers\u00f6nlichen Situationen, die uns als W\u00fcste gerade gegenw\u00e4rtig waren?<\/p>\n<p>H\u00f6ren des Wortes braucht bewusstes Empfangen. W\u00fcste, als karger Ort, kann dabei helfen. Empfangen bleibt oft im Verhandeln stecken, ein m\u00f6gliches Zeichen f\u00fcr einen laufenden Trauerprozess \u00fcbrigens.<br \/>\nKennen Sie solche Gedanken: Aber wie kann es gehen, wo finde ich Zeit und Gelegenheit?<br \/>\nEs gibt so viele Aufgaben, die getan werden sollten. Da ist die Planung f\u00fcr die kommenden Festtage. Die Zeit dr\u00e4ngt doch auch im Beruf. Manches sollte noch in diesem Jahr gemacht werden.<\/p>\n<p>Das Wort des Herrn erging an Johannes und er verk\u00fcndigt Umkehr, eine neue Weise des Denkens. Eine solche neue Weise kommt uns auch in der Lesung aus dem Beginn des Briefes des Apostel Paulus an die Gemeinde in Philippi entgegen. Paulus schreibt, dass er f\u00fcr alle betet und Gott dankt. Er m\u00f6chte, dass die, die diesen Brief h\u00f6ren, reich an Einsicht und Verst\u00e4ndnis werden, damit sie beurteilen k\u00f6nnen, worauf es ankommt. Welche Gedanken kamen Ihnen, als Sie diese Worte h\u00f6rten?<\/p>\n<p>Beim H\u00f6ren des Gedanken von Paulus k\u00f6nnten wir sagen, Paulus lebt nicht in unserer Zeit -- mich meint der ganz sicher nicht. Aber es gibt auch in einen anderen Denkrahmen.<\/p>\n<p>Wen dieser Brief in seiner pers\u00f6nlichen Wirklichkeit anspricht, der erf\u00e4hrt etwas von dieser neuen Art des Denkens. Ein Denken, das von der Wirklichkeit ausgeht, Gottes Werk hat in unserem Leben, in pers\u00f6nlichen Tun, begonnen<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>in der Unzufriedenheit mit bestehenden Verhaltensweise, die einem     guten Leben f\u00fcr alle im Weg sind<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>in unterschiedlichen Eins\u00e4tzen f\u00fcr Hilfsbed\u00fcrftige und     Benachteiligte<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>im gemeinsamen M\u00fchen f\u00fcr eine lebendige Gemeinschaft vor Ort, in der     Familie oder am Arbeitsplatz<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Sichtweise st\u00e4rkt f\u00fcr den eigenen Lebensweg, l\u00e4sst Heil erfahrbar werden.<\/p>\n<p>Zu Beginn dieses Abschnitts sagt Paulus: Er betet f\u00fcr alle mit Freude. Er ist mit den anderen Christen verbunden. Viele sind mit uns auf dem Weg des Glaubens, hier in dieser Gemeinde, in muttersprachlichen Gemeinden, in Schwesterkirchen.<br \/>\nWas bedeutet das f\u00fcr Sie?<br \/>\nFreuen wir uns, wir sind nicht allein. Gott tut auch an anderen sein Heilswerk?<br \/>\nWollen oder k\u00f6nnen wir f\u00fcr manche Mitchristen nicht <strong>so<\/strong> beten?<br \/>\nKennen wir die Freiheit der Kinder Gottes, die sich an der Vielfalt erfreut?<\/p>\n<p>Paulus will Gemeinschaft mit den anderen. Kennen wir diese Offenheit anderen gegen\u00fcber? Oder sind uns offene Rechungen untereinander vertrauter, die uns aneinander binden und es schwer machen, offen zu werden f\u00fcr Jesus Christus und sein Kommen.<\/p>\n<p>Es ist normal im Alltag, dass manches krumm herauskommt oder uneben ist. Wie findet man in diese neue Weise des Denkens und Handelns herein, die Paulus auszeichnet, die den Kern von Umkehr ausmacht? Die bilderreiche Sprache der Bibeltexte heute beschreibt gut, wie schwierig das ist. Sie lenkt unseren Blick auf Schluchten, T\u00e4ler und Berge: Wo tun sich im Alltag Gr\u00e4ben auf? Wo fehlen Br\u00fccken? Welche Problemberge warten darauf, abgetragen zu werden?<\/p>\n<p>Advent, die Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten ist auch eine Zeit der Vers\u00f6hnung und der Heilung. Krummes wird gerade, Unebenes eben. All das k\u00f6nnen wir im Miteinander nicht erzwingen. Aber im Glauben d\u00fcrfen wir darauf hoffen und so voll Vertrauen Gott diese Seiten unseres Lebens hinhalten. Ob wir dies in besinnlichen Augenblicken tun, oder wenn wir uns mit der weihnachtlichen Post besch\u00e4ftigen, oder wenn wir ein vers\u00f6hnendes Gespr\u00e4ch suchen, es gibt viele M\u00f6glichkeiten sich von der Gnade Gottes \u00fcberraschen zu lassen. Wir haben die Verhei\u00dfung Heil sehen zu d\u00fcrfen, Heil, das von Gott kommt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bibelstellen im Lesejahr C Les Bar 5,1&#8211;9 Antwortpsalm Ps 126 Les Phil 1.4&#8211;6.8&#8211;11 Evangelium: Lk 3,1&#8211;6 Liebe Mitchristen Leg ab, Jerusalem, das Kleid deiner Trauer und deines Elends. 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