{"id":370,"date":"2024-12-22T19:46:14","date_gmt":"2024-12-22T19:46:14","guid":{"rendered":"https:\/\/hgu2read.de\/?p=370"},"modified":"2025-01-07T20:26:42","modified_gmt":"2025-01-07T20:26:42","slug":"weihnachtszeit2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hgu2read.de\/interessen\/weihnachtszeit2024\/","title":{"rendered":"Weihnachtszeit2024"},"content":{"rendered":"<h2>Kontext dieses Beitrags<\/h2>\n<p>Die Gottesdienstordnung hilft, das Wesen eines Festes mehr und mehr zu erfassen.<br \/>\nIn diesem Jahr hat mich besonders die Macht angesprochen, Kinder Gottes zu werden.<br \/>\nAlso im Grunde der Tausch, den wir glaubend feiern, dass Gott in Jesus ein Menschenkind wurde, damit wir in IHM Kinder Gottes werden k\u00f6nnen. Dieses Festgeheimnis l\u00e4dt uns ein, sich staunend darauf einzulassen.<br \/>\nIn Buch von <a href=\"https:\/\/fokolar-bewegung.de\/buchtipp\/das-hoffnungsbuch-eines-realisten\" title=\"Christian Hennecke\">Christian Hennecke<\/a> hat sicher auch zu diesem Fokus beigetragen.<\/p>\n<p>Wie schon im Vorjahr begann f\u00fcr mich diese Festzeit mit der Unterst\u00fctzung einer Initiative am Ort,<br \/>\n<strong>,,Der offenen T\u00fcr an Heilig Abend -- Weihnachten in Gemeinschaft''<\/strong><br \/>\nDa ich auch wieder im Chor beim weihnachtlichen Festgottesdienst dabei war, beginnt diese Sammlung der Gedanken zum Geheimnis dieser Festzeit mit den <\/p>\n<h2>Bibelstellen am 2. Feiertag, dem Stephanstag<\/h2>\n<p>Lesung:   Apg 6, 8\u201310; 7, 54\u201360<\/p>\n<p>Evangelium: Mt 10, 17\u201322<\/p>\n<h2>Gedanken zur Einf\u00fchrung<\/h2>\n<p>In 2024 ist der Leitgedanke der Aktion Friedenslicht aus Bethlehem: <strong><em>Vielfalt leben. Zukunft gestalten<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Er kann uns in unserem allt\u00e4glichen Ringen um eine gute Lebensf\u00fchrung leiten. Vielleicht hilft auch ein Blick auf das Wort Bethlehem. Seine Wortbedeutung kann man als Haus des Brotes oder auch als Haus des Kampfes \u00fcbersetzen. Vielfalt ist oft beides - belebend (wie Brot) und ein Ringen (die Seite des Kampfes).<\/p>\n<h2>Predigt: Liebe Mitchristen<\/h2>\n<p>Weihnachten passt zu unserer Friedenssehnsucht. Der weihnachtliche Lobpreis der Engel <em>Ehre sei Gott in der H\u00f6he und Friede auf Erden den Menschen seiner Gnade<\/em>. konnte damals die Hirten erreichen. Sie machten sich auf und erz\u00e4hlten davon an der Krippe. Maria bewahrte diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen. So erz\u00e4hlt Lukas. Was bewahren wir, Sie und ich, von diesem Fest in unseren Herzen?<\/p>\n<p>Heute, am 2. Weihnachtstag, wollen uns dabei Erfahrungen der Urkirche best\u00e4rken. Jesu J\u00fcnger erleben, wie ihre Gemeinschaft w\u00e4chst und damit vor neuen Herausforderungen steht. Die Berufung des Stephanus h\u00e4ngt mit einem gravierenden Umbruch, einem Konflikt in der Urkirche zusammen. Die Namen der Diakone lassen erkennen, eine weitere Kultur, im Grunde also bisher fremde Menschen, \u00f6ffnet sich f\u00fcr den Glauben, wird teil der Kirche. Der Umgang mit dieser neuen Vielfalt hat damals die Gemeinschaft herausgefordert und Konflikte dieser Natur begleiten uns bis heute. Wenn Sie auf Ihre Kirchenerfahrung heute schauen, welche Gruppen in unserer Kirche sind Ihnen, sind uns fremd, also sprechen und denken anders? Kennen Formen den eigenen Glauben zu leben, die uns vielleicht sogar irritieren?<\/p>\n<p>\u201eVielfalt leben. Zukunft gestalten&quot; - ist das Motto der Friedenslicht-aus-Bethlehem-Aktion in 2024. Daran musste ich denken, als ich auf der Homepage der Gemeinde das Gru\u00dfwort zu den Feiertagen las. Vielfalt f\u00e4llt ja schon in der Urkirche schwer - Paulus nutzt in einen Brief das Bild eines Leibes, um die Unterschiedlichkeit der einzelnen Glieder zu beschreiben. <em>Eine Nase kann ja nicht riechen, warum es eine Hand partout nicht begreifen kann, was dem Auge so offensichtlich ist.<\/em> Zukunft gestalten gelingt nur gut in einem vers\u00f6hnten Miteinander, also wenn es gelingt, Vielfalt zu leben.<\/p>\n<p>Damals wurden die Witwen der griechisch-sprechenden Christen vernachl\u00e4ssigt. Diese Situation beschreibt die Apostelgeschichte, wenn man kurz vor die heutige Lesung schaut. Lukas erz\u00e4hlt, wie die Kirche damals Menschen, die mit einer Situation unzufrieden sind, in Verantwortung nahm, ihre Kraft und ihre Ideen so f\u00fcr das Wohl des Ganzen nutzbar machte. Das F\u00f6rdern von Selbstwirksamkeit hilft bis heute, Umbr\u00fcche zu bestehen. Ver\u00e4nderungen treffen oft auf gro\u00dfen Widerstand. Ein System hat ein Gleichgewicht gefunden und m\u00f6chte nicht gest\u00f6rt werden. Das Ringen zu guten Weisen einer Transformation, z.B. bei der Nutzung fossiler Energien, ob in der Industrie, bei der Mobilit\u00e4t oder dem Umfeld des Wohnens sind daf\u00fcr \u00f6ffentliche Beispiele - Sie werden aus Ihrem Lebensumfeld pers\u00f6nliche Erfahrungen dazu legen k\u00f6nnen. Im Evangelium h\u00f6rten wir, wie Menschen einer bestimmten Richtung mit Stephanus streiten wollen. Was sie konkret st\u00f6rt, ist nicht \u00fcberliefert. Ich vermute, Stephanus durchbricht mit<br \/>\nseinem Einsatz manches ungute Muster. Menschen k\u00f6nnen die Kraft der Liebe f\u00fcr sich sp\u00fcren, so anders zu leben. Das bewirkt gelebte Vielfalt. In unserer Zeit k\u00f6nnte so etwas im Umfeld von Fl\u00fcchtlingen geschehen, die sich dann selbstbewusster in der Gesellschaft einbringen, bisher Fremdes sichtbarer werden lassen. In der Folge werden dann auch Stimmen laut, die das Gewohnte in Gefahr sehen.<\/p>\n<p>Was bewahren wir von der Weihnachtsbotschaft im Herzen? Der Dienst des Stephanus zeigt: Gott kommt uns in Liebe nahe, damit wir diese Kraft der Liebe f\u00fcr uns sp\u00fcren und lebensfeindliche Muster verlassen, frei werden.<\/p>\n<p>Davon Zeugnis zu geben, ist nicht \u00fcberall willkommen. Die Weihnachtsbotschaft passt nicht zum Recht des St\u00e4rkeren, das in vielen Situationen das Miteinander von Menschen zu allen Zeit pr\u00e4gt. Diejenigen, die bislang das Sagen hatten, die von diesem Recht profitierten, wehren sich. Jesus, der als Kind in der Krippe zu uns kam, und die Menschen, die ihm folgen in die Freiheit der Kinder Gottes f\u00fchren will, hat es vorausgesehen. Wir haben es im Evangelium geh\u00f6rt. Und wir k\u00f6nnen an Stephanus im Bericht der Apostelgeschichte ablesen, wie dieses Zeugnis geben gehen kann, gerade wenn es Streit gibt.<\/p>\n<p>Stephanus war da nicht zimperlich, hat sich von den Befindlichkeiten seiner Gegner nicht einsch\u00fcchtern lassen. Ich finde, er ist bis heute eine Anfrage an uns, wenn wir merken, es gibt Konflikte. So etwas ist vermutlich normal - d.h. in jeder Gemeinschaft ob Familie oder Gemeinde wird es Themen geben, bei denen unterschiedliche Positionen aufeinander prallen, Vielfalt leben herausfordert. Manche k\u00f6nnten davon aus den letzten Wochen auch pers\u00f6nliche Beispiele nennen.<\/p>\n<p>Das Wort der Bibel fragt uns heute an: Wie streiten wir? Gelingt es, sich dabei dem Geist des Vaters zu \u00f6ffnen, den Jesus uns verhei\u00dft? Der durch uns reden m\u00f6chte? Also uns nicht verteidigen und rechtfertigen, sondern den Fokus anders setzen, wie es Stephanus gelang. Haben Sie so etwas schon mal erlebt? Das aus Ihnen etwas kommt, was den Konflikt sehr ver\u00e4ndert oft auch entsch\u00e4rft - ein Wort, dass Ihnen geschenkt wurde?<\/p>\n<p>Jeder Konflikt hat mindestens 2 Seiten. Wir haben dabei unterschiedliche Perspektiven. Schnell verhakt es sich und Menschen werten einander ab. Es gibt als Alternative die Erfahrung des Stephanus. Sie fragt uns an: Wo sehen wir den Himmel offen und Christus (also die Botschaft Jesu - Gott rettet) zur Rechten, also ganz pr\u00e4sent und k\u00f6nnen dazu stehen, es ins Wort bringen?<\/p>\n<p>Diese Erfahrung der Urkirche l\u00e4sst uns dar\u00fcber nachdenken: Wie gelingt der Umgang mit Glaubenszeugnissen, die einem fremd sind? Bei denen wir Emp\u00f6rung im Herzen sp\u00fcren? Nat\u00fcrlich pr\u00e4gt die Botschaft der Liebe nicht jedes Glaubenszeugnis. Der Terror der Hamas ist daf\u00fcr ein deutliches Beispiel. Was hilft, nicht in diese Falle zu tappen, Personen mit anderer Ausrichtung mundtot zu machen oder auf andere Weise zum Schweigen bringen? Gleichzeitig gilt, man kann nicht nicht kommunizieren. Sich aus Konflikten herauszuhalten ist auch eine Aussage. Vermutlich ist Jesu Verhei\u00dfung, dass der Geist unseres Vaters durch uns reden m\u00f6chte, ein wichtiger Auftrag. Dazu braucht es die Bereitschaft hinzuh\u00f6ren, gerade wenn alles in einem schreit, so nicht!<\/p>\n<p>Am Schluss dieser Gedanken lade ich daher ein, in den Konflikten, die uns gerade nahe sind, in einigen Augenblicken des Schweigens Gottes Geist und Herrlichkeit, das Friedenslicht aus Bethlehem zu suchen - und wie Maria im Herzen zu bewegen.<\/p>\n<h2>Bibelstellen zum Fest der Heiligen Familie im Lesejahr C<\/h2>\n<ol>\n<li>Lesung: 1 Sam 1,20-22.24-28<\/li>\n<li>Lesung: 1 Joh 3,1f.21-24<\/li>\n<\/ol>\n<p>Evangelium: Lk 2,41-52<\/p>\n<h2>Gedanken zur Einf\u00fchrung<\/h2>\n<p>Der Sonntag in der Weihnachtsoktav ist  das Fest der Heiligen Familie.<br \/>\nSeit 2015 hat die Bischofskonferenz auf diesen Sonntag  den j\u00e4hrlichen Familiensonntag gelegt, und empfiehlt als Jahresthema f\u00fcr die Begleitung von Familien: \u201eFamilien. Orientierung in bewegter Zeit\u201c.<\/p>\n<h2>Predigt: Liebe Mitchristen<\/h2>\n<p>Wie zu Beginn des Gottesdienstes erw\u00e4hnt, feiert die deutsche Kirche heute den Familiensonntag mit der Ausrichtung <strong>\u201eFamilien. Orientierung in bewegter Zeit\u201d<\/strong>. Bewegte Zeiten betreffen Familien ja mehrfach. In den letzten Jahrzehnten hat sich durch eine gro\u00dfe Mobilit\u00e4t bei uns viel ver\u00e4ndert. Gro\u00dfeltern leben nicht mehr selbstverst\u00e4ndlich in der N\u00e4he. Bei der Begleitung meiner Eltern gerade gegen Ende ihres Lebens war ich als Sohn \u00fcber 500km entfernt und das bedeutet ein anderes Miteinander, als z.B. meine Eltern es in ihrer Familie erlebt hatten.<\/p>\n<p>Gleichzeitig hat sich die Lebenserwartung sp\u00fcrbar verl\u00e4ngert. Viele Menschen erleben den Segen, der in Psalm 128 so ins Wort kommt. Der gesegnete Mensch soll die Kinder seiner Kinder sehen k\u00f6nnen. Gestern war meine Hausfrau z.B. bei einer Enkelin und weitere Teile der Familie konnten dazukommen, so dass sie 3 Urenkel erlebte. In unserer Kultur bieten diese Tage oft einen Anlass f\u00fcr Familien, zusammen zu kommen.<\/p>\n<p>Orientierung in bewegten Zeiten ist auch auf die aktuellen Umbr\u00fcche in unserer Gesellschaft hin notwendig. Von meinem Erstberuf her habe ich eine pers\u00f6nliche N\u00e4he zu Netzwerken im Internet, wie Facebook, Tik-tok, Twitter und den Umgang mit diesen gro\u00dfen Plattformen. Sie sind von Interessen geleitet, die in andere Richtung f\u00fchren, als wir es im Glauben anstreben. Ein Blogger, er ist Beauftragter gegen Antisemitismus in Baden-W\u00fcrttemberg, spricht in seinen Posts von ,,antisozialen Medien\u201d. Seine Beitr\u00e4ge sind \u00fcber <a href=\"https:\/\/sueden.social\/@BlumeEvolution\">https:\/\/sueden.social\/@BlumeEvolution<\/a> abzurufen. <\/p>\n<p>Die Algorithmen, die auf Post von Teilnehmenden aufmerksam machen, sind nicht von Liebe oder Geschwisterlichkeit bestimmt. Sie f\u00f6rdern eher Emp\u00f6rung, bieten Hass und Hetze eine Plattform, machen Menschen nachgewiesener Ma\u00dfen s\u00fcchtig. Sie f\u00fchren nicht zu mehr Liebe und Empathie. Nutzende in diesen Plattformen werden motiviert auf ihr zu bleiben und zu verweilen. So gelingt es, gute Konsumenten zu formen. Damit das Bleiben nicht innerlich anstrengt, werden Affekte bewusst gesch\u00fcrt. Diese steuern uns dann und lassen uns Dinge tun, die von Au\u00dfen oft unverst\u00e4ndlich sind. Die Wahl in den USA war daf\u00fcr ein gutes Beispiel. Es lohnt sich also schon darauf zu achten, in was wir bleiben und verweilen. <\/p>\n<p><strong>\u201eFamilien. Orientierung in bewegter Zeit\u201d<\/strong>. Welche Orientierung in dieser Situation unserer Welt finden wir heute im Wort Gottes? Die Lesung aus dem Alten Testament schildert eine Begebenheit aus einer uns fremden Familiensituation. Wir hatten dazu vor einer Woche am 4. Adventssonntag schon einiges bedacht. Manche werden sich vielleicht erinnern. Im Evangelium ging es vor 8 Tagen um die Begegnung von Maria und Elisabeth und um die Best\u00e4rkung, die Orientierung, die so m\u00f6glich wurde. Ich hatte dazu etwas aus der <a href=\"https:\/\/frohbotinnen.at\/dein-wort-mein-weg.html\">Zeitschrift der Frohbotinnen<\/a> von Ursula Rapp zitiert. Dabei hatten wir auf Hanna in ihrer schwierigen Lebenssituation geschaut. Sie ist eine von zwei Frauen Elkanars und war kinderlos. Diese Kinderlosigkeit machte ihr sehr zu schaffen. Sie konnte sich der Liebe ihres Mannes nicht \u00f6ffnen, schaute auf die Kr\u00e4nkung durch die 2. Frau Elkanas, die Kinder hatte. Hanna sucht Orientierung bei Gott und macht beim pers\u00f6nlichen Beten die Erfahrung, dass Gott sie h\u00f6rt. Dies \u00f6ffnete sie dann f\u00fcr den Schritt, den wir heute in der Lesung h\u00f6rten, n\u00e4mlich ihren Sohn Samuel auf Gott hin loszulassen. Ein Schritt, der vermutlich Samuel auch sehr gefordert hat. Die Bibelstellen verdeutlichen, das Miteinander in der Familie ist nicht reibungsfrei. Viele von Ihnen werden sich gut mit den Eltern Jesu und ihren Sorgen und Fragen identifizieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Orientierung in bewegten Zeiten \u2013 dies ist auch ein Thema f\u00fcr alle, die sich als Kinder Gottes als Teil dieser Familie wahrnehmen. Die Lesung aus dem Johannesbrief weist darauf hin, es gibt etwas, was die Welt nicht erkannt hat \u2013 und damit auch nicht ins eigene Leben aufnehmen kann \u2013 das zentrale Orientierung f\u00fcr uns ist. Der Brief bezeichnet es als Liebe. Sie ist wie ein erf\u00fcllter Raum, um gut das eigene Leben vor Gott und mit Gott gestalten zu k\u00f6nnen. Diesen Raum hat Jesus vermutlich im Blick, wenn er seinen Eltern sagt: Wusstet Ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater geh\u00f6rt. Am Ende des Hochgebetes betet der Priester: Durch IHN und mit IHM und in IHM \u2014 und l\u00e4sst so diesen Raum bewusst werden, in dem wir leben d\u00fcrfen und der uns Halt gibt, gerade auch in den Versuchungen der Welt \u2014 also jener Seite unserer Wirklichkeit, die mehr auf Emp\u00f6rung setzt, auf Abwerten, auf Spaltung. Wie gelingt liebevolles Miteinander in turbulenten Situationen, wo die Gef\u00fchle hoch her gehen? Die Konfrontation der Eltern Jesu mit einem neuen und \u00fcberraschendem Verhalten ihres Sohnes zeigt, diese Frage ist nicht neu. Vermutlich kennt jeder und jede von uns Situationen, die auch in Emp\u00f6rung und somit in nicht konstruktives Miteinander h\u00e4tte f\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Jesu Frage heute wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater geh\u00f6rt? kann auch heute wichtige Orientierung geben. Um das in-dem-Sein, was Gott geh-h\u00f6rt, geht es beim Christsein, bei der Macht, Kinder Gottes zu werden. Das erbitten wir beim Vater unser, wenn wir sagen Dein Reich komme. Das ist ja nicht nur der Tempel oder sonst ein einzelner Ort. Gottes Gegenwart, die Herrlichkeit kann \u00fcberall aufleuchten. Samuel wird von seiner Mutter als Gottes Eigentum Eli zur Ausbildung anvertraut. F\u00fcr Hanna ein wichtiger Schritt in eine Freiheit vor Gott, so hatten wir es vor einer Woche gedeutet. Heute k\u00f6nnten wir auch einen Bezug zur Taufe herstellen. Da haben die meisten von uns ja \u00e4hnliches erlebt. Leider bleibt dieser Bezug, diese Ausrichtung auf Gott nicht, sondern wir lassen uns im Leben wegziehen von unterschiedlichen Auspr\u00e4gungen des Mammon, wie Jesus diese Wirklichkeit in der Bergpredigt nennt. Von den Interessen der Welt, des Kommerz, des Status, also dem Wunsch, besser zu sein, als andere. Wer diesen Interessen Priorit\u00e4t gibt, bleibt nicht in der Liebe, der G\u00fcte, der Wahrheit, ist nicht in dem was dem Vater geh\u00f6rt. Sie haben den Johannesbrief noch im Ohr: Wer seine Gebote h\u00e4lt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm. und Daran erkennen wir, dass er in uns bleibt: an dem Geist, den er uns gegeben hat.<\/p>\n<p>Dieses Bleiben zu \u00fcben und dabei einander zu best\u00e4rken, dazu braucht es eine pers\u00f6nliche Vertrautheit, gewisser Ma\u00dfen die Erfahrung von Familie. Ich bin davon \u00fcberzeugt, die Zukunft unserer Kirche wird mit davon bestimmt sein, wie es Gl\u00e4ubigen gelingt, in solche Weisen des Miteinanders, der Weggemeinschaft hinein zu finden, um den Geist zu sp\u00fcren, der uns gegeben ist.<\/p>\n<p>Die Glaubensreise von Menschen auf Gottes Liebe hin beginnt oft als <strong>Fremde<\/strong>, ohne innere Bez\u00fcge zu Jesus Christus. Der Impuls der Lesung an den Namen seines Sohnes Jesus Christus zu glauben bringt etwas in Bewegung. Wer sich daran orientiert, setzt sein Leben darauf, dass Gott rettet und nicht etwas Materielles, was vielleicht dieses oder jenes im Leben angenehmer macht. So wird man ein <strong>Fan<\/strong>, kann meist schon etwas von dieser Liebe weitergeben, sich f\u00fcr diesen Raum einbringen. Oft entwickelt sich dann der Wunsch, bewusst Jesus zu <strong>folgen<\/strong>, sich an IHM ein Beispiel zu nehmen. Und nach und nach entsteht ein Band der <strong>Freundschaft<\/strong> und dann der Entschluss, Teil der <strong>Familie Gottes<\/strong> zu werden. Also, wie am Weihnachtstag es hie\u00df, das Wort, das in die Welt kam, aufzunehmen. Dieses Aufnehmen ist vermutlich eher ein Lassen und Zulassen. Hanna und auch Jesu Eltern sind in dieser Weise gefordert und k\u00f6nnen sich darauf einlassen. (Wer sich f\u00fcr diese Vorstellung der Glaubensreise mit den 5-F interessiert, kann dazu mehr im Jahreskurs des <a href=\"https:\/\/freshexpressions.de\/fx-befaehigt\/kurs\/\">Fresh-X Netzwerkes<\/a> finden. Die Einheit <strong><em>B09 Zum Glauben einladen<\/em><\/strong> nutzt dieses innere Bild)<\/p>\n<p><strong>\u201eFamilien. Orientierung in bewegter Zeit\u201d<\/strong>. Wenn das gemeinsame Verweilen bei diesem Leitgedanken Sie neugierig gemacht haben sollte, wie so eine Orientierung als Kinder Gottes gehen k\u00f6nnte \u2013 gerne k\u00f6nnen wir dar\u00fcber au\u00dferhalb des Gottesdienstes ins Gespr\u00e4ch kommen. Ich bin davon \u00fcberzeugt, dass in den Weggemeinschaften solcher vertrauten Gruppen von Glaubenden Orientierung f\u00fcr uns als Kirche in bewegter Zeit geschenkt werden kann.<\/p>\n<h2>Bibelstellen des Oktavtags von Weihnachten<\/h2>\n<ol>\n<li>Lesung: Num 6, 22-27<\/li>\n<li>Lesung: Gal 4, 4-7  <\/li>\n<\/ol>\n<p>Evangelium: Lk 2, 16-21<\/p>\n<h2>Gedanken zur Einf\u00fchrung<\/h2>\n<p>Der Jahreswechsel hat mehrere weitere Themen:<br \/>\nOktavtag von Weihnachten - Festtag der Mutter Gottes,<br \/>\ndas ist viel f\u00fcr einen einzigen Tag.  Er braucht aber auch viel, dieser Tag, der ein Anfang werden soll, nicht nur im Kalender.  Im Namen Gottes, im Licht seines Angesichts gehen wir unsern Weg.  Wir schauen auf den Sohn, er schaut uns an, das Kind mit dem Herzen Gottes.<br \/>\nMaria zeigt ihn uns, und zeigt uns auch, wie wir das viele, das wir sehen einordnen k\u00f6nnen, wie wir es im Herzen bewegen.<\/p>\n<h2>Predigt: Liebe Mitchristen<\/h2>\n<p>In der vor uns liegenden Woche werden viele von uns den Sternsingern begegnen. Auf dem Hintergrund der ersten Lesung sind das ja Menschen, die mit Freude andere segnen. Sie zeigen uns so einen wichtigen Beitrag f\u00fcr ein erf\u00fclltes Leben. Denn als Kinder und Erben Gottes, so bezeichnet ja Paulus die Menschen, die sich mit Gott, dem Vater verbunden wissen, d\u00fcrfen wir das Gute, das Gott uns schenkt, mit unseren Mitmenschen teilen.<\/p>\n<p>Im Gotteslob hei\u00dft es dazu unter der Nr 13: SEGENSBITTEN<\/p>\n<p>Segnen hei\u00dft \u201aGutes zusagen'. Wenn wir um den Segen Gottes bitten, danken wir f\u00fcr seine G\u00fcte und stellen uns unter seinen Schutz. Wir tun das in der Gewissheit, dass Gott in allen Situationen unseres Lebens bei uns ist. Christliche Segenszeichen sind vor allem das Kreuzzeichen, aber auch das Auflegen der H\u00e4nde und der Gebrauch von Weihwasser.<\/p>\n<p>Soweit der Hinweis aus unserem Gebetbuch.<\/p>\n<p>Unsere Kommunikation im Alltag bei Begegnungen ist \u00fcbrigens stark von Segensworten gepr\u00e4gt. Das wird vielen nicht bewusst sein. \u00c4hnlich wie es in der Lesung hie\u00df, legen wir in diesen Gru\u00dfworten Gottes Namen auf das Gegen\u00fcber, in der Hoffnung, dass Gott es segnet. Wenn mir jemand Gr\u00fc\u00df Gott sagt, dann soll Gott MICH gr\u00fc\u00dfen. Gott soll mit mir sein, soll mir begegnen in meinem Alltag. Diese Person w\u00fcnscht mir im Grunde Ansehen von Gott her. Die Abschiedsworte Tsch\u00fcss oder Ade bedeuten nichts anderes als \u201ezu Gott&quot; (Wer dazu etwas mehr lesen will, findet z.B. <a href=\"https:\/\/www.konfiweb.de\/Warum-sagt-man-eigentlich-Gruss-Gott-357.php\">hier<\/a> es sch\u00f6n aufbereitet.)<\/p>\n<p>Bewusst zu segnen ist erf\u00fcllend, sch\u00f6n. Wahrscheinlich kennen die meisten von Ihnen einige Formen daf\u00fcr oft ohne viele Worte. Das Wichtige ist ja die Verbindung zur Quelle des Guten zu Gott, die sich in diesem Tun ereignet. Es kann ein Kreuzzeichen auf die Stirn eines Menschen sein, der einem wichtig ist. Oder die Ber\u00fchrung eines nahestehenden Menschen, um ihm den R\u00fccken zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Wer sich mehr damit besch\u00e4ftigt, hat vielleicht schon mal jemanden die H\u00e4nde aufgelegt. Diese wichtige Gebetsgeste erbittet oft ohne Worte Gutes, Segen von Gott. Denn es ist ja nicht immer ganz klar, was in diesem gemeinsamen Gebet in den Segensstrom Gottes gestellt wird. Wir sehen nur von Au\u00dfen auf die Situation. Gemeinsam \u00f6ffnen sich die Betenden Gottes Geist. Einmal monatlich versammeln sich z.B. seit \u00fcber 15 Jahren Menschen im Landkreis B\u00f6blingen, um so miteinander Gottes heilsame N\u00e4he zu suchen. Am 30. Januar ist dies wieder der Fall. Vielleicht mag ja jemand nach Aidlingen in die Kirche Maria Himmelfahrt kommen. Diese Heilungszeit beginnt um 18 Uhr. Folgendes Gebetswort schlie\u00dft oft die Zeit des Handauflegens ab, zeigt dadurch, was dieser Initiative wichtig ist.<\/p>\n<p>Gott des Lebens, wir bitten dich: M\u00f6ge dein Heiliger Geist durch uns flie\u00dfen, uns reinigen, st\u00e4rken und heilen, uns erf\u00fcllen mit Liebe, heilender W\u00e4rme und Licht, uns sch\u00fctzen und f\u00fchren auf unserem Weg. Wir danken dir daf\u00fcr, dass dies geschieht.<\/p>\n<p>Diesen Fluss des Lebens zu sp\u00fcren, ver\u00e4ndert uns Menschen. Neben dem Gebet in Gemeinschaft braucht es auch eine pers\u00f6nliche spirituelle Praxis: Wie legen Sie den Namen ,Jesus' - also Gott rettet - auf Ihr Leben? Machen Sie ab und an ein Kreuzzeichen? Sprechen Sie ein bestimmtes Gebet? Gibt es eine andere Geste oder Geb\u00e4rde, die Ihnen hilft? Wie starten Sie den Tag, um Mut + Kraft von Gott sp\u00fcren zu k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>\u00dcbrigens lohnt es sich, auf die Seufzer zu achten, die den eigenen Alltag begleiten. Jesses! Herrje! Ach je! O jemine!<br \/>\nSeufzer, die oft unbewusst den Namen Jesu \u00fcber diese Situation legen. Da \u00e4hneln diese Sto\u00dfseufzer vermutlich den Gru\u00dfworten, die wir nutzen.<\/p>\n<p>Das Gebet f\u00fcreinander kann von der pers\u00f6nlichen Praxis profitieren. Und es kommt noch etwas dazu. Jesus hat uns ja verhei\u00dfen, wo 2 oder 3 in seinem Namen versammelt sind, ist er mitten unter ihnen. So ver\u00e4ndert sich oft die Atmosph\u00e4re eines Raumes. Sie kennen dies vielleicht, wenn Sie schon mal bei einer Segnungszeit zum Beispiel am Blasiustag dabei waren.<\/p>\n<p>Segnen ist aber mehr. Jesus mutet uns, also denen, die von IHM lernen wollen, in diesem Zusammenhang einiges zu. Im Lukasevangelium h\u00f6ren wir, wie er uns auffordert: <strong>Segnet die, die euch verfluchen; betet f\u00fcr die, die euch beschimpfen!<\/strong> Mit Gottes Beistand werden so Teufelskreise im Miteinander durchbrochen, entsteht die Freiheit nicht Gleiches mit Gleichem zu beantworten sondern das B\u00f6se durch Gutes zu \u00fcberwinden. Das ist richtig schwer - und wenn es dann mal geschieht, d\u00fcrfen wir staunen, wie Heilung und Vers\u00f6hnung uns geschenkt sind.<\/p>\n<p>Es gibt, finde ich, zum Hineinfinden in eine Haltung des Segnens, einen zug\u00e4nglicheren Auftrag Jesu, den er den J\u00fcngern, die er aussendet, mitgibt: <strong>Wenn ihr in ein Haus kommt, sagt als erstes Friede diesem Haus.<\/strong> Pers\u00f6nlich versuche ich mich im Alltag daran zu erinnern. Wenn sich viele diesem Auftrag \u00f6ffnen, sind gerade \u00f6ffentliche Geb\u00e4ude, wie Schulen, Kaufh\u00e4user, \u00c4rzteh\u00e4user, Apotheken oder Rath\u00e4user eingeh\u00fcllt in Segen. Ganz niederschwellig k\u00f6nnen wir so an das Tun der Sternsinger in diesen Tagen ankn\u00fcpfen.<\/p>\n<p>Wir feiern Gottesdienst am Anfang dieses neuen Jahres. Gottes Wort ist ja auch ein Auftrag. M\u00f6chten Sie ihn annehmen, es wagen, Sohn \/ Tochter \/ Erbe zu werden, in der Freiheit der Kinder Gottes zu leben? Darum geht es in den Weihnachtstagen. <strong>Allen die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden.<\/strong> Es geht um das Aufnehmen dieses Lichtes ins eigene Leben und so Gottes Liebe zu bezeugen, die uns im Kind in der Krippe aufstrahlt. Es geht um das Beispiel Jesu, in dessen Nachfolge wir unterwegs sind. Dessen Geist in unsere Herzen gesandt ist, der in uns betet - Abba - Vater.<\/p>\n<p>Dies darf auch uns st\u00e4rken auf dem eigenen Weg in die Zukunft. Als Menschen des Friedens werden wir am Ende jedes Gottesdienstes gesandt, nachdem der Segen auf uns gelegt wurde. Wir haben den Auftrag, einander vom Segen Gottes Zeugnis zu geben, zum Segen zu werden, Segen zu empfangen durch den Mitmenschen. Das Wort Messe l\u00e4sst an diese Mission, diesen Auftrag denken. Anders gewendet hei\u00dft das, dass durch uns im Neuen Jahr unsere Mitmenschen sp\u00fcren k\u00f6nnen, Gottes Angesicht ist ihnen zugewandt und schenkt das lebensnotwendige Ansehen.<\/p>\n<h2>Bibelstellen vom 2. Sonntag nach Weihnachten<\/h2>\n<ol>\n<li>Lesung Sir 24, 1-2.8-12 (1-4.12-16)<\/li>\n<li>Lesung Eph 1, 3-6.15-18<\/li>\n<\/ol>\n<p>Evangelium Joh 1,1--18<\/p>\n<h2>Gedanken zur Einf\u00fchrung<\/h2>\n<p>Der Er\u00f6ffnungsvers f\u00fcr diesen 2. Sonntag nach Weihnachten lenkt den Blick nochmals zur\u00fcck auf das Festgeheimnis. Er hei\u00dft:<br \/>\n\u201eAls tiefes Schweigen das All umfing<br \/>\nund die Nacht bis zur Mitte gelangt war,<br \/>\nda stieg dein allm\u00e4chtiges Wort, o Herr,<br \/>\nvom Himmel herab, vom k\u00f6niglichen Thron.\u201c<\/p>\n<p>Dieses Geheimnis will weitergesagt werden. So sind an vielen Orten jetzt  die Sternsinger unterwegs und wollen den Segen Christi den Menschen bringen und Ansto\u00df zum Glauben sein.<\/p>\n<h2>Predigt: Liebe Mitchristen<\/h2>\n<p>M\u00f6gen Sie Gedichte, verdichtete Sprache wie den Johannes-Prolog. oder h\u00f6ren Sie lieber Geschichten wie die Weihnachtserz\u00e4hlung von Lukas? Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte hei\u00dft es. Die Krippe zeigt das. Gleichzeitig lassen sich nicht alle Seiten der Wirklichkeit direkt malen. Da passen Worte und Gedichte oft besser. Das Evangelium l\u00e4dt heute ein, achtsam inne zu halten, wahrzunehmen, das weihnachtliche Geschehen reicht in die Ewigkeit, also \u00fcber unsere Erfahrung von Raum und Zeit hinaus, hinein in ein Geheimnis, das wir mit Gott verbinden.<\/p>\n<p>Wer sich diesem Abschnitt bedenkt, bleibt schnell beim Begriff \u201eWort&quot; h\u00e4ngen. Was kommt da in Ihnen ins klingen? Ein Wort kann Macht haben, ganz unterschiedliche Gef\u00fchle ausl\u00f6sen. Welche Worte haben Sie in sich aufgenommen? Gibt es dadurch mehr Leben und Freude oder w\u00e4chst Unfriede, vielleicht sogar Hass?<\/p>\n<p><strong><em>Allen, die IHN aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden.<\/em><\/strong> Vorher hei\u00dft es <strong><em>die Seinen nahmen IHN nicht auf.<\/em><\/strong> und <strong><em>die Welt erkannte IHN nicht.<\/em><\/strong> Menschen k\u00f6nnen etwas aufnehmen, das in eine famili\u00e4re Beziehung mit Gott bringt, in ein Werden. Das passiert nicht \u00fcberall, wird nicht immer erkannt. Erkennen in der Bibel beschreibt eine liebevolle Beziehung.<\/p>\n<p>Wer von Gott als Wort spricht, meint nat\u00fcrlich kein Wort aus der deutschen oder einer anderen Sprache. Dieses Wort zu beschreiben, erm\u00f6glicht \u00fcber die eigenen Gottesbilder nachzudenken. Ist es eher wie ein Substantiv oder wie ein Verb? 2 wichtige Wortarten und Perspektiven die durch die Regeln der Grammatik in den Blick kommen. <strong><em>Alles ist durch das Wort geworden<\/em><\/strong> - das kann ein Substantiv im Blick auf den Sch\u00f6pfer wie auch ein Verb, das sch\u00f6pferisch wirkt, aufgreifen. <strong><em>Allen die IHN aufnahmen<\/em><\/strong> - diese Zusage passt, finde ich, deutlich besser zum Wirken Gottes, also dem Verb. Wer \u00fcber das Geheimnis Gottes im Bild eines Verbs nachdenkt, betont die Beziehung in Gott, den Heiligen Geist, der im Menschen Wohnung genommen hat. Meister Eckhard, ein wichtiger Mystiker des Mittelalters, hat einmal die Rolle des Menschen, also derer die IHN aufnehmen, als Adverb beschrieben. Diese Wortart erschlie\u00dft Eigenschaften, die mit dem Wort als solchem verbunden sind. Wer IHN aufnimmt und sich als Adverb versteht, ist in Beziehung mit Gott. Seine Lebensvollz\u00fcge zeigen Eigenschaften Gottes wirksamer Geistkraft. Wir k\u00f6nnen uns fragen: Wie wirkt Gott in dieser, seiner Welt, wenn ich dieses Adverb bin? So entstehen auch Br\u00fccken zu Menschen guten Willens, also Personen, die das Wort, von dem das Evangelium spricht, aufnehmen, aber nicht unsere Formen christlicher Tradition teilen.<\/p>\n<p>Oft zeigt sich das Aufnehmen in einer Entscheidung, die der Welt verborgen ist, die sie nicht erkannt hat. F\u00fcr die Welt gilt, Kinder sollen m\u00fcndig, erwachsen werden, es selber auf die Reihe bekommen. Abh\u00e4ngig sein ist ein Nichtziel. Beim Werden als Kind Gottes ist es umgekehrt. Diese Menschen nehmen die Abh\u00e4ngigkeit von Gott an, lernen vom Wort, das Fleisch geworden ist und unter uns gewohnt hat, sich dieser Abh\u00e4ngigkeit anzuvertrauen. Werden bedeutet als m\u00fcndiger Christ bewusste Selbsterziehung. Was hilft Ihnen im Alltag den Anruf des Wortes zu h\u00f6ren? Wie wird Ihnen das Ohr ge\u00f6ffnet? Das sind zentrale Fragen beim Werden als Kinder Gottes, dem Aufnehmen des Wortes. Die Lesung weist auf das Zusammenwirken von Gottes Gnade und pers\u00f6nlichem Beitrag heute hin: <em>Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung, damit ihr ihn erkennt. Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt.<\/em><\/p>\n<p>Das Gebetswort Jesu, das Vater unser, hilft den Kinder Gottes sich bewusst Gottes Willen anzuvertrauen. Die Betenden verzichten auf die absolute Kontrolle des eigenen Lebens, nehmen Gottes Priorit\u00e4ten an. Das IHN Aufnehmen ist also eher ein Lassen. Wer ehrlich zentrale Fragen des eigenen Lebens anschaut, wird oft erkennen, die Vorstellung von Kontrolle ist eine Illusion.<\/p>\n<p>Einen Zugang zum Lassen, der mir pers\u00f6nlich wichtig geworden ist, m\u00f6chte ich Ihnen nun erz\u00e4hlen: Seit \u00fcber 40 Jahren bin ich mit Rottenburg verbunden. 1983 kam ich durch meinen Erstberuf als Ingenieur hierher. Bald lernte ich die Oase kennen und das vielf\u00e4ltige Wirken von Elke Mildner. Im Herbst war davon im Waldhorn in einem Film einiges zu sehen. Die Mitarbeit damals hat mich innerlich gest\u00e4rkt und inspiriert. Eine wesentliche Kraftquelle dieser Arbeit sind die Schritte der Selbsthilfebewegung. Das Wort weist darauf hin, Menschen helfen einander, das Leben zu meistern, oft nachdem gro\u00dfe Schwierigkeiten aufgetreten sind. Wie geschieht diese Hilfe? In einer Weggemeinschaft, der Gruppe, unterst\u00fctzen sich die Teilnehmenden, die 12-Schritte einzu\u00fcben, die diese Bewegung f\u00fcr sich gefunden hat. Ich wei\u00df nicht, ob Ihnen diese Schritte vertraut sind. Die ersten 3 m\u00f6chte ich als Abschluss dieser Gedanken im O-Ton vorstellen:<\/p>\n<p><em>Wir gaben zu, dass wir unseren Abh\u00e4ngigkeiten und Problemen gegen\u00fcber machtlos sind -- und unser Leben nicht mehr meistern konnten!<br \/>\nWir kamen zu dem Glauben, dass eine Macht, gr\u00f6\u00dfer als wir selbst, uns unsere Gesundheit wiedergeben kann.<br \/>\nWir fassten den Entschluss, unseren Willen und unser Leben der Sorge Gottes -- soweit wir ihn verstanden -- anzuvertrauen.<\/em><\/p>\n<p>Vermutlich sind diese Schritte eines der wirksamsten Wege das Wort, Gottes Wirkkraft, ins eigene Leben aufzunehmen - <a href=\"https:\/\/endlich-leben.de\">https:\/\/endlich-leben.de<\/a> ein Netzwerk hat dies gut f\u00fcr Christen aufbereitet, die merken, sie suchen eine eigenen inneren Zugang zum Licht, haben ihn in ihrem Alltag noch nicht gefunden.<\/p>\n<p>Die Weisheit war in unseren Lesungen im Blick und spielt auch in diesen Gruppen eine gro\u00dfe Rolle, wie das Gelassenheitsgebet von Reinhold Niebuhr, welches in den Selbsthilfegruppen oft gebetet wird, zeigt:<\/p>\n<p>Gott, gib mir die Gelassenheit,<br \/>\nDinge hinzunehmen, die ich nicht \u00e4ndern kann,<br \/>\nden Mut, Dinge zu \u00e4ndern, die ich \u00e4ndern kann,<br \/>\nund die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.<\/p>\n<p>Lass mich den Tag ganz ausleben im Bewusstsein seiner Zeit.<br \/>\nLass mich jeden Augenblick ganz genie\u00dfen,<br \/>\nim Bewusstsein seiner Begrenzung.<\/p>\n<p>Lass mich -- wie Jesus es auch tat -- diese s\u00fcndhafte Welt annehmen,<br \/>\nwie sie ist, nicht wie ich sie gerne h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Lass mich dir vertrauen, dass du alle Dinge richtig machen wirst,<br \/>\nwenn ich mich dir und deinem Willen \u00fcberlasse.<br \/>\nSo werde ich gl\u00fccklich werden in diesem Leben<br \/>\nund \u00fcbergl\u00fccklich mit dir<br \/>\nf\u00fcr immer im kommenden Leben. -- Amen.<\/p>\n<h2>Bibelstellen an Epiphanias<\/h2>\n<ol>\n<li>Lesung: Jes 60,1--6<\/li>\n<li>Lesung: Eph 3,2-3a.5f <\/li>\n<\/ol>\n<p>Evangelium: Mt 2,1--12<\/p>\n<h2>Gedanken zur Einf\u00fchrung<\/h2>\n<p>Heute feiern wir  das Hochfest der Erscheinung des Herrn.<br \/>\nDieses Fest kam zu uns im 4. Jahrhundert von den Kirchen des christlichen Osten, die am 6. Januar das Geburtsfest Christi feiern. <\/p>\n<p>Es gibt Menschen, Orte oder Momente, die haben eine ganz besondere Ausstrahlung.<br \/>\nDie sind licht - mit kleinem L geschrieben also durchl\u00e4ssig f\u00fcr ein anderes Licht.<\/p>\n<p>Staunend d\u00fcrfen wir dieses Licht mit unserem Lied preisen.<\/p>\n<h2>Predigt: Liebe Mitchristen<\/h2>\n<p><em>Steh auf, werde licht, Jerusalem, denn es kommt dein Licht und die Herrlichkeit des Herrn geht strahlend auf \u00fcber dir. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die V\u00f6lker, doch \u00fcber dir geht strahlend der Herr auf, seine Herrlichkeit erscheint \u00fcber dir.<\/em> -- Mir war lange nicht bewusst, dass in diesem Prophetenwort das licht werden mit kleinem L geschrieben ist.<\/p>\n<p>Transparent auf Gott hin, sollen wir werden. Die Frage, nicht nur heute am Fest der Erscheinung, ist: Was hilft, sich aufzumachen, zu \u00f6ffnen, so dass die Herrlichkeit des Herrn nicht nur \u00fcber uns, sondern auch durch uns strahlt? <strong>Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt<\/strong> h\u00f6rten wir am Weihnachtstag und viele in der Welt haben sich dem Licht nicht ge\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Die Weihnachtsgeschichten versuchen etwas von der Dynamik, die durch die Menschwerdung Gottes in die Welt gekommen ist, zu erfassen. Die Erz\u00e4hlung von Lukas, mit der Krippe und den Hirten ist sehr pr\u00e4sent. Die Erz\u00e4hlung des Matth\u00e4us hat etwas andere Schwerpunkte und passt, finde ich, sehr gut in unsere Zeit. Ich m\u00f6chte sie nochmal mit etwas andern Worten kurz zusammenfassen.<\/p>\n<p>Es lebten in einem Land im vorderen Orient, vielleicht war es der Iran, Menschen, die intensiv zum Lauf der Welt forschten. Dazu beobachteten sie die Sterne. Sie waren so etwas wie die Naturwissenschaftler ihrer Zeit. Und als das Wahre Licht in die Welt kam fiel ihnen etwas auf, dass sie sehr erstaunte. Sie bemerkten einen Stern, der sie auf die Geburt eines besonderen Menschen in Israel aufmerksam werden lie\u00df. Einen, der f\u00fcr alle Menschen Bedeutung hat, sie leiten kann und zu einem guten Leben f\u00fchren, ein richtiger K\u00f6nig. Und nachdem sie sich dar\u00fcber klar geworden waren, machten sie sich auf, um diesem K\u00f6nig zu huldigen, die Beziehung zu IHM zu suchen, also sich ihm anzuvertrauen.<\/p>\n<p>In Jerusalem angekommen fragten sie dazu K\u00f6nig Herodes. Der lie\u00df sich von den Schriftgelehrten beraten. Diese kannten sich in den heiligen Schriften aus und konnten Herodes und damit auch den gekommenen Weisen, den Wissenschaftlern, das Richtige sagen.<\/p>\n<p>2 Typen von Wissenschaftlern stellt das Evangelium gegen\u00fcber: solche die Staunen k\u00f6nnen, die offen f\u00fcr Neues, Unerwartetes sind, wie die Weisen aus dem Orient und solche die eher b\u00fcrokratisch bisheriges Wissen verwalten, wie die Schriftgelehrten.<\/p>\n<p>Diese wissen, wo es steht, geben die richtige Auskunft, aber die M\u00f6glichkeit, dass diese Vorhersage nun wahr geworden sein k\u00f6nnte, ist ihnen nicht zug\u00e4nglich. Gott ist f\u00fcr sie weit weg. Sie erwarten nicht, dass ER durch prophetische Worte in ihren Gegenwart spricht.<\/p>\n<p>Die Verwaltungsaufgabe wird bei uns in absehbarer Zukunft der Computer und die k\u00fcnstliche Intelligenz \u00fcbernehmen - das Staunen, diese F\u00e4higkeit, sich auf etwas Gr\u00f6\u00dferes hin zu \u00f6ffnen, das wird vermutlich uns Menschen vorbehalten bleiben.<\/p>\n<p>Staunen - Ehrfurcht - Furcht des Herrn, so wissen die Psalmen, ist der Anfang der Weisheit. Daher passt es die Wissenschaftler aus dem Morgenland als Weisen zu bezeichnen. Staunen ist \u00fcbrigens gut beforscht. Mehr dazu in diesem <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swr2\/wissen\/ehrfurcht-demut-staunen-warum-wir-uns-tief-beruehren-lassen-102.html\">Podcast.<\/a> Diese grundlegende Emotion von uns Menschen erm\u00f6glicht, sich selbst zur\u00fcck zu nehmen, Neues aufzunehmen. Die Weisen kehren auf einem anderen Weg in ihr Land zur\u00fcck, die Erfahrung der Ehrfurcht, des Staunens hat sie ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Wer so das Evangelium schaut, h\u00f6rt die Frage: Bist Du bereit zu staunen? Staunen \u00fcber den g\u00f6ttlichen Tausch, den wir jedes Jahr als Kern von Weihnachten feiern. Gott wird Mensch, damit wir Menschen einen Weg zu IHM finden, also zu einem Leben in SEINER Gegenwart.<\/p>\n<p>Pers\u00f6nlich kenne ich Menschen, die staunen k\u00f6nnen, licht sind f\u00fcr die Herrlichkeit Gottes, die sich der Sch\u00f6pfung zeigt und solche, die sich selbst im Mittelpunkt sehen, gar nicht zum Staunen vordringen.<\/p>\n<p>Alte Weihnachtsbr\u00e4uche, so wurde mir bei der Vorbereitung auf diese Gedanken bewusst, wollten oft helfen, zu Staunen. Vielleicht erinnern Sie sich noch an ihre Kindheit, wie damals die Eltern den Weihnachtsbaum vorbereitet haben, die Lichter-f\u00fclle am Heiligen Abend ein Awe hervorlocken konnte, weil es etwas besonders war.<\/p>\n<p>Die Frage bleibt aktuell: Anbeten - staunen - was kann da helfen?<\/p>\n<p>Menschen, die schon eine Ahnung von Gottes F\u00fchrung haben, sind wohl im Vorteil. So erlebte ich es am Neujahrsmorgen beim Gespr\u00e4ch nach dem Gottesdienst. Jemand erz\u00e4hlte, wie sich etwas wunderbar im eigenen Leben gef\u00fcgt hatte. Wie Gott durch n\u00f6rgelnde Mitmenschen und unverhoffte Begegnungen etwas bewirkte. Die Gruppe, die das h\u00f6ren durfte, konnte staunen. Und wer so etwas aus dem eigenen Leben mitteilt, profitiert oft auch. Der gemeinsame Blick auf das Leben in einer geistlichen Weggemeinschaft - so k\u00f6nnte man diese Erfahrung allgemeiner benennen - inspiriert.<\/p>\n<p>Regelm\u00e4\u00dfig dankbar auf das eigene Leben zu schauen, in der Erwartung, dass Gott da ist - wird immer wieder Ehrfurcht hervorrufen, Ahnung von Bewahrung, von Schutz, von unerwarteten M\u00f6glichkeiten. Wer z.B. davon ausgeht, Gott sorgt, nimmt Begegnungen, in denen sich der Terminkalender sortiert anders wahr, als eine Person, f\u00fcr die Gott keine Rolle im Alltag spielt. Dann ist manches Zufall und das Staunen gelingt nicht so leicht.<\/p>\n<p>Vielleicht hilft auch zu sp\u00fcren, wie andere staunen. Das w\u00e4re dann ein wichtiger Zugang zu einer Gebetsform, die am kommenden Sonntag in Wurmlingen im Gottesdienstplan steht und einen Bezug zum Tun der Weisen hat: Die Anbetung. Ich werde dort den Gottesdienst haben und dann die Eucharistie f\u00fcr die Betstunden der ewigen Anbetung aussetzen. Es gibt in mir schon die Frage - reicht das als guter Zugang zur Ehrfurcht, zum Staunen - zur Anbetung den Kommunionfamilien, der Jugend, denen, die mit der Sch\u00f6nstattbewegung oder mit Kolping verbunden sind?<\/p>\n<p>Wahrscheinlich muss eine Grunderfahrung der Verbundenheit dazukommen, so etwas, was die Weisen aus dem Morgenland dazu brachte, ihre Beobachtung mit dem neugeborenen K\u00f6nig der Juden in Beziehung zu bringen. Und die kann Gottes Gegenwart in unserer Welt an unterschiedlichen Stellen hervorrufen - in einer Kirche genau so, wie in der Natur oder im Miteinander von Menschen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kontext dieses Beitrags Die Gottesdienstordnung hilft, das Wesen eines Festes mehr und mehr zu erfassen. In diesem Jahr hat mich besonders die Macht angesprochen, Kinder Gottes zu werden. Also im Grunde der Tausch, den wir glaubend feiern, dass Gott in Jesus ein Menschenkind wurde, damit wir in IHM Kinder Gottes werden k\u00f6nnen. Dieses Festgeheimnis l\u00e4dt [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"activitypub_content_warning":"","activitypub_content_visibility":"","activitypub_max_image_attachments":3,"activitypub_interaction_policy_quote":"anyone","activitypub_status":"federated","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[39,51,50,54,55,44,52,53],"class_list":["post-370","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-predigten","tag-ehrfurcht","tag-frieden","tag-konfliktloesung","tag-muendigeschristsein","tag-segnen","tag-selbsthilfe","tag-selbstwirksamkeit","tag-transformation"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hgu2read.de\/interessen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/370","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hgu2read.de\/interessen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hgu2read.de\/interessen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hgu2read.de\/interessen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hgu2read.de\/interessen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=370"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/hgu2read.de\/interessen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/370\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":382,"href":"https:\/\/hgu2read.de\/interessen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/370\/revisions\/382"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hgu2read.de\/interessen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=370"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hgu2read.de\/interessen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=370"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hgu2read.de\/interessen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=370"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}