{"id":569,"date":"2025-05-28T18:15:07","date_gmt":"2025-05-28T18:15:07","guid":{"rendered":"https:\/\/hgu2read.de\/interessen\/?p=569"},"modified":"2025-05-28T18:17:54","modified_gmt":"2025-05-28T18:17:54","slug":"himmelfahrt2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hgu2read.de\/interessen\/himmelfahrt2025\/","title":{"rendered":"Himmelfahrt2025"},"content":{"rendered":"<h2>Impuls zur Flurprozession<\/h2>\n<p>Die \u00d6schprozession wird heute von der Weggentalkirche \u00fcber 2 weitere Stationen zum Dom gehen.<\/p>\n<p>Beim Gang durch die Flure wird uns vermutlich viel durch den Kopf und das Herz gehen. Anregungen dazu gibt es an jeder der 4 Stationen mit Schriftwort und Psalmgebet.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem singen wir vertraute Lieder.<\/p>\n<p>Ein Impuls von Richard Rohr soll uns etwas einstimmen. Richard Rohr, ein amerikanischer Franziskaner mit deutschen Vorfahren, hat das Zentrum f\u00fcr Aktion und Kontemplation gegr\u00fcndet. Er weist in der Rubrik ,,T\u00e4gliche Mediation&quot; am 30 M\u00e4rz dieses Jahres unter der \u00dcberschrift <strong>Kontemplative Unangepasstheit<\/strong> darauf hin: wir Menschen haben einen blinden Fleck auf das B\u00f6se hin. D.h. immer wieder geschieht etwas, was nicht zum Guten f\u00fchrt und wir sind Teil davon ohne es wirklich zu merken. Die Klimathematik zeigt es uns drastisch.<\/p>\n<p>Was hilft uns da? Weggemeinschaften, wie die der Emmausj\u00fcnger sind f\u00fcr ihn ein gutes Beispiel, wie solche blinden Flecken verschwinden k\u00f6nnen, etwas Neues entstehen kann. Daher lade ich f\u00fcr die Wege dieser Prozession ein, sich mit 1 - 2 weiteren Personen f\u00fcr die heutige Wegstrecke zu einer Weggemeinschaft zusammen zu tun, bewusst manche Strecke im Schweigen zusammen zu gehen und sich bei anderen Abschnitten zum Wort der Schrift, das uns zugesagt wird, mit Mitgef\u00fchl und Staunen auszutauschen, wie es auch die Emmausj\u00fcnger gemacht haben. Das empfiehlt ja auch die Einf\u00fchrung hier im Gotteslob.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr Interessierte: \u00dcbertragung des <a href=\"https:\/\/cac.org\/daily-meditations\/islands-of-sanity\/\" title=\"Impulses\">Impulses<\/a> von R. Rohr ins Deutsche:<\/strong><\/p>\n<p>Trotz aller Religion, h\u00f6herer Bildung, Reformen und Revolutionen scheinen wir immer noch in der Lage zu sein, uns in Taten des Todes zu verstricken. Religionen, Regierungen, Unternehmen und Organisationen sind alle in hohem Ma\u00dfe f\u00e4hig, B\u00f6ses zu tun, ohne es als solches zu erkennen, weil es uns n\u00fctzt, wenn sie unmoralisch sind. Das B\u00f6se findet seine nahezu perfekte Tarnung in den stillschweigenden Vereinbarungen der Gruppe, wenn es pers\u00f6nlich vorteilhaft erscheint.<\/p>\n<p>Eine solche Leblosigkeit zeigt sich weiterhin in jedem Zeitalter. Das ist es, was das vielschichtige Wort \u201eS\u00fcnde&quot; zu enth\u00fcllen versucht. Wenn wir die Form des B\u00f6sen nicht sehen oder nicht erkennen, wie sehr wir daran mitschuldig sind, wird es uns v\u00f6llig beherrschen, obwohl es nicht im Geringsten wie S\u00fcnde aussieht. W\u00e4re \u201eabgesprochene Verblendung&quot; eine bessere Beschreibung? Als isolierte Individuen k\u00f6nnen wir es weder erkennen noch \u00fcberwinden, vor allem weil es durch einen Gruppenkonsens zusammengehalten wird. Wir m\u00fcssen mit alternativen Gemeinschaften und Minderheitengruppen solidarisch sein, um sie zu erkennen. Die herrschende Gruppe kann normalerweise ihre L\u00fcgen nicht erkennen - egal in welchem Land oder Kontext. Das ist die Luft, die wir atmen und die bei jeder Zusammenkunft von Gleichgesinnten bekr\u00e4ftigt wird.<\/p>\n<p>Der Anfang eines Auswegs besteht darin, ehrlich zu sehen, was wir tun. Der Preis, den wir daf\u00fcr zahlen, ist, dass wir nicht mehr bequem in die herrschende Gruppe passen werden! Eine reife Religion muss uns lehren, die vielen Tarnungen des B\u00f6sen zu erkennen, sonst wird die Zukunft eines jeden immer von einer Form der verleugneten T\u00f6dlichkeit beherrscht werden, und zwar nicht nur f\u00fcr die unterdr\u00fcckte Gruppe; auch der Unterdr\u00fccker stirbt, nur auf viel subtilere Weise.<\/p>\n<p>Brian McLaren, der aktuell das Zentrum leitet, schreibt \u00fcber Kontemplation als eine M\u00f6glichkeit, unseren Geist und Verstand zu erhalten, w\u00e4hrend wir unter Herrschaftssystemen leiden:<\/p>\n<p>Die Kontemplation des einzelnen wird zum Tor zur Gemeinschaft - zur Gemeinschaft mit dem Geist, in dem wir eine neue Beziehung zu uns selbst, zu anderen, zur Geschichte und zum Kosmos finden.<\/p>\n<p>Die Kontemplation mag in der Stille und Einsamkeit beginnen, aber sie h\u00f6rt dort nie auf. Besonders in Krisenzeiten, wenn die Wahrheit untergeht, zieht es uns aus der kontemplativen Einsamkeit in die kontemplative Gemeinschaft. Wir sehnen uns nach der Gemeinschaft mit anderen, die ebenfalls ein gepr\u00fcftes, achtsames Leben f\u00fchren wollen, um mit zwei oder drei achtsamen Menschen eine tiefe, ehrliche Gemeinschaft zu bilden. Vielleicht kommen wir zusammen, um eine Zeit lang in Stille zu sitzen oder gemeinsam einen Spaziergang zu machen und den L\u00e4rm der Nachrichten und Schlagzeilen verstummen zu lassen, die nach unserer Aufmerksamkeit lechzten.<\/p>\n<p>Wenn auch nur zwei oder drei von uns im Namen der Wahrheit, der Ehrlichkeit und der Liebe, im Namen des Mutes, des Mitgef\u00fchls und der Freundlichkeit zusammenkommen, f\u00fchlen wir uns durch eine andere Gegenwart verbunden - die Gegenwart Christi, des Weges, der Wahrheit und des Lebens. Wir h\u00f6ren einander mit Mitgef\u00fchl und Neugierde zu. Wir sprechen zueinander mit Weisheit und Staunen. Wir wenden uns gemeinsam dem Licht zu. Und das hilft uns, Inseln der mentalen Gesundheit in einer Welt zu schaffen, die ihren Verstand verliert.<\/p>\n<h2>Festgottesdienst<\/h2>\n<p><em>Bibelstellen:  Apg 1,1--11 und  Lk 24, 46-53<\/em><\/p>\n<h3>Hinf\u00fchrung<\/h3>\n<p>Er\u00f6ffnungsvers heute:<\/p>\n<p>Ihr M\u00e4nner von Galil\u00e4a, was steht ihr da und schaut zum Himmel? Der Herr wird wiederkommen, wie er jetzt aufgefahren ist. Halleluja.<\/p>\n<p>Wohin schauen Sie, M\u00e4nner und Frauen aus Rottenburg und Umgebung? Schenkt Ihnen dieser Blick Kraft f\u00fcr das Leben oder l\u00e4hmt er eher?<\/p>\n<p>Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen... Diese Verhei\u00dfung Christi kann viel in uns ansprechen. Wir werden davon in der Lesung h\u00f6ren. Kraft f\u00fcr den Alltag, f\u00fcr unser Leben erhoffen wir immer wieder, wenn wir zusammenkommen und Gottesdienst feiern.<\/p>\n<h2>Predigt: Liebe Mitchristen<\/h2>\n<p>Wir h\u00f6rten gerade den Anfang der Apostelgeschichte. Die Zeit der J\u00fcnger, die Zeit der Gemeinde und Kirche beginnt mit einer Distanzierung. Jesus f\u00e4hrt auf zum Himmel. Wie Distanz ver\u00e4ndert, merkten wir deutlich in den vergangenen Jahren durch die Pandemie. In seinen letzten Worten sagt Jesus noch einmal, worauf es ankommt. Heute haben wir sie geh\u00f6rt. Also sind auch wir beauftragt, in der Kraft des Heiligen Geistes Seine Zeugen zu sein. Das Evangelium heute - der Schlussabschnitt des Lukasevangeliums - zeigt ja in die gleiche Richtung.<\/p>\n<p>Ein neues Denken - Umkehr - soll die Menschen in eine Gottesn\u00e4he f\u00fchren - also S\u00fcnden vergeben. Die Trennung von Gottes Gegenwart bestimmt nicht mehr. Diese Verhei\u00dfung in Jesus Christus bleibt gerade in Zeiten gro\u00dfer gesellschaftlicher Unsicherheit tr\u00f6stlich.<\/p>\n<p>Das Zeugnis der J\u00fcnger und J\u00fcngerinnen hatte Wirkung Diese Jesusbewegung konnte den Raum des Heiligen Landes verlassen, unser Leben erreichen. Wir leben also nach dieser Erfahrung der Taufe mit dem Heiligen Geist, der Kraft aus der H\u00f6he. Eine Vielzahl von Zeugen konnte so in den letzten 2000 Jahre immer wieder Umkehr, neues Denken, den Menschen nahebringen. Ihr seid Zeugen daf\u00fcr - so h\u00f6ren wir heute - Zeugen sein:<\/p>\n<p>Was meinen Sie, m\u00fcssten heute Menschen von Jesus h\u00f6ren?<\/p>\n<p>Und k\u00f6nnen <strong>Sie<\/strong> dies anderen weitersagen?<\/p>\n<p>Was bedeutet Ihr Zeugnis f\u00fcr Ihr eigenes Leben?<\/p>\n<p>Spirituelle Basics unseres Lebensvollzug kommen in den Blick.<\/p>\n<p>Himmelfahrt n\u00e4hert sich diesen Grundlagen \u00fcber unsere Endlichkeit, den Umgang mit Trennungen, mit Trauer, mit Abschied nehmen. Diese Themen fordern heraus und sind schwer. Oft klammern sich Menschen an Vertrautes, auch wenn es nicht mehr passt - ein Beispiel, von dem wir schon seit l\u00e4ngerem Wissen, das es nicht nachhaltig ist - ist unser Umgang mit Energie: auch wenn es sehr zentral f\u00fcr unser Leben auf der Erde ist, wird dieses Thema leider vielfach verdr\u00e4ngt. Eine Dokumentation auf Arte beschreibt gut, wie dieses Vogelstrau\u00df - verhalten entsteht.<\/p>\n<p>Was hilft da? Im Evangelium kommt Jesus auf die 11 zu, und segnet sie. Gesegnet zu sein ist ein wichtiger Schatz im Leben und einige Segensworte nutzen wir ja auch beim Abschied nehmen. Ade ist da ein gute Beispiel - wir vertrauen so einander Gott an. Menschsein und insbesondere Erwachsenwerden ist von Schritten des Abschiednehmens gepr\u00e4gt. Das Kind geht in den Kindergarten, die Schule, die Lehre oder eine andere Ausbildung. Dabei gilt es immer wieder Abschied zu nehmen. Von der Familie, dann von Mitsch\u00fclern und Freunden, Kollegen... Erfahrungen, die auch f\u00fcr Eltern und Gro\u00dfeltern nicht leicht sind, oft viel Zeit brauchen. Aber ohne diese Abschiede gibt es keinen Weg ins eigene selbstverantwortete Leben. Diese Distanzierungen erm\u00f6glichen, nach und nach Verantwortung zu \u00fcbernehmen, f\u00fcr das, was das Leben bestimmen soll. Gelingendes Leben wird sich jeder, jede von uns f\u00fcr sich selbst und f\u00fcr die Menschen, die ihm oder ihr anvertraut sind, w\u00fcnschen.<\/p>\n<p>Welche Ziele werden dann erstrebenswert? Was ist wichtig?<\/p>\n<p>Hier lohnt es sich, in den Dialog der J\u00fcnger mit Jesus hineinzuh\u00f6ren. Immerhin sind es Jesus letzte Worte mit seinen J\u00fcngern. Die J\u00fcnger fragen etwas, was Menschen - als soziale Wesen - auch bewegt. <em>Herr, stellst du in dieser Zeit das Reich f\u00fcr Israel wieder her?<\/em> In dieser Frage geht es um Macht, um Verf\u00fcgungsgewalt f\u00fcr Israel, auch f\u00fcr die J\u00fcnger Christi, um Status. Diese Frage ist da, auch wenn Jesus schon mehrmals versucht hat, ihnen nahezubringen, dass die Frage der Macht sie nicht dominieren soll. Es lohnt sich, wahrzunehmen, wie diese Frage das eigene Leben bestimmt. Welche Bedeutung haben Status, die Meinung der Leute, etc. f\u00fcr den Einsatz der pers\u00f6nlichen Lebenskraft?<\/p>\n<p>Heute waren einige von uns vorher gemeinsam unterwegs - vom Weggental \u00fcber 2 Stationen bis hin zum Dom. Gemeinsam ist man miteinander auf ein Ziel hin in Bewegung und kann eine Weise des Lebens erfahren, bei der Status und Macht nicht so wichtig sind. Deshalb gibt es in ganz vielen Traditionen die Praxis des Pilgerns.<\/p>\n<p>Die \u00f6sterliche Emmauserz\u00e4hlung berichtet ja auch von so einer Wegstrecke, die dazu f\u00fchrte, Jesus in neuer, anderer Weise zu begegnen. Diese neue Weise ist ein Schritt des Erwachsenwerdens im Glauben. Ohne den direkten Kontakt mit Jesus sind die J\u00fcnger und J\u00fcngerinnen gefordert, das, was sie durch IHN gelernt haben, in ihr Leben umzusetzen. Sie k\u00f6nnen dabei einander unterst\u00fctzen. Diese Seite unseres Glaubens ist oft nicht so im Blick. Jesus, so wissen wir im Glauben, hat uns den Weg zum Vater bereitet, hat den Zugang zum Himmel ge\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Das Abenteuer, diesen Zugang zu betreten, sich nach der Kraft aus der H\u00f6he auszustrecken, und dann Schritte als Seine Zeugen zu wagen, ist f\u00fcr viele leider weniger pr\u00e4sent. Wer sich Gott dem Vater daf\u00fcr zur Verf\u00fcgung stellt, merkt schnell - es ist nicht langweilig und ver\u00e4ndert grundlegend die Perspektive. Man schaut nicht l\u00e4nger nur zum Himmel, sondern erlebt, wie Gottes rettende Kraft, das ist ja die Bedeutung des Namens Jesu, im Alltag gegenw\u00e4rtig wird, wie Er so wiederkommt. Darauf d\u00fcrfen wir uns nun mit der ganzen Kirche die n\u00e4chsten 9 Tage vorbereiten, auf diesen Beistand miteinander warten und uns IHM \u00f6ffnen...<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Impuls zur Flurprozession Die \u00d6schprozession wird heute von der Weggentalkirche \u00fcber 2 weitere Stationen zum Dom gehen. Beim Gang durch die Flure wird uns vermutlich viel durch den Kopf und das Herz gehen. Anregungen dazu gibt es an jeder der 4 Stationen mit Schriftwort und Psalmgebet. Au\u00dferdem singen wir vertraute Lieder. 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