{"id":579,"date":"2025-06-07T16:52:57","date_gmt":"2025-06-07T16:52:57","guid":{"rendered":"https:\/\/hgu2read.de\/interessen\/?p=579"},"modified":"2025-06-07T16:52:57","modified_gmt":"2025-06-07T16:52:57","slug":"pfingsten2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hgu2read.de\/interessen\/pfingsten2025\/","title":{"rendered":"Pfingsten2025"},"content":{"rendered":"<h2>Bibelstellen des Gottesdienstes<\/h2>\n<p><strong>1. Lesung<\/strong> Apg 2,1-11<\/p>\n<p><strong>Antwortpsalm<\/strong> 104 <\/p>\n<p><strong>2. Lesung<\/strong> R\u00f6m 8,8-17 <\/p>\n<p><strong>Evangelium<\/strong> Joh 20,19-23<\/p>\n<h2>Hinf\u00fchrung<\/h2>\n<p>Heute feiern wir Pfingsten, Abschluss, vielleicht auch H\u00f6hepunkt der Osterzeit. Pfingsten ist da, als Ermutigung f\u00fcr uns. Begegnung und Erf\u00fcllung mit Gottes Geist m\u00f6chte mitrei\u00dfen, Kraft entwickeln. Da ist etwas, da ist jemand, der betet in uns. Kennen Sie solche Erfahrungen? Dass da etwas den Betenden nahe ist sich entfaltet, ohne vom eigenen Willen, vom Kopf angesto\u00dfen zu sein, sich mitteilt aus einer ganz anderen Wirklichkeit?<\/p>\n<ul>\n<li>Ein dankbares Staunen \u00fcber etwas Sch\u00f6nes in der Natur,<\/li>\n<li>ein Schrei nach Hilfe,<\/li>\n<li>eine Ahnung, f\u00fcr eine andere Person zu Gott beten zu wollen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Loben wir nun gemeinsam Jesus Christus, dessen Geist uns zusammengef\u00fchrt hat.<\/p>\n<h2>Predigt: Liebe Mitchristen<\/h2>\n<p>Kann uns diese Evangeliumserz\u00e4hlung heute erreichen? Wir h\u00f6ren von J\u00fcngern, die sich in ihrer Angst st\u00fctzen konnten, deren Gemeinschaft durch verschlossene T\u00fcren gepr\u00e4gt ist. Wer kann es den J\u00fcngern nachf\u00fchlen? Du bist doch auch ein Galil\u00e4er, musste sich Petrus sagen lassen, und konnte nicht dazu stehen. Welches Vorurteil ist Ihnen schon begegnet? Christen erfahren sich immer wieder als Teil einer Kontrastgesellschaft, k\u00f6nnen und wollen nicht so einfach dazugeh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Die frohe Botschaft ist damals wie heute: Jesus macht einen entscheidenden Schritt, kommt uns, den J\u00fcngern, J\u00fcngerinnen durch die verschlossene T\u00fcr nahe. Er l\u00e4sst sich nicht abhalten, Seinen Frieden zusprechen. Er m\u00f6chte ihnen - uns die Angst nehmen. Gleichzeitig ist dies oft nicht spektakul\u00e4r, k\u00f6nnte nicht bemerkt werden. Jesus haucht die J\u00fcnger an - Gottes Gegenwart ist zart, nicht so gewaltt\u00e4tig, wie vieles in der uns umgebenden Gesellschaft, die oft das Recht des St\u00e4rkeren bevorzugt, also eine Lebensweise, die sich Seinem Frieden nicht \u00f6ffnet.<\/p>\n<p><em>Da freuten sich die J\u00fcnger, als sie den Herrn sahen.<\/em><\/p>\n<p>Es wird nicht gesagt, dass sie \u00fcberrascht waren oder irritiert. Vielleicht war da sogar eine Sehnsucht in ihnen nach dieser doch auch vertrauten N\u00e4he. Eine N\u00e4he, die tr\u00f6stet und best\u00e4rkt, die wir im Glauben mit dem Geist Gottes verbinden. Es gibt ein modernes Heilig Geist Lied, welches zu dieser N\u00e4he Worte von Lothar Zenetti, einem Priesterdichter des letzten Jahrhunderts, ins Klingen bringt. Mich sprechen sie sehr an und die Melodie hilft, dieses Gebet zu verinnerlichen. Ich lade Sie deshalb ein, das Lied 818 aufzuschlagen. Wir werden die Melodie nun einmal h\u00f6ren und dann die erste Strophe miteinander singen. <em>Komme, geheimnisvoller Atem, leiser, z\u00e4rtlicher Wind, hauche uns an, damit wir leben, ohne dich sind wir tot!<\/em><\/p>\n<p>Hauche uns an, damit wir leben - Jesus haucht die J\u00fcnger an sagt das Evangelium heute - diesem Hauch des Geistes d\u00fcrfen wir immer wieder neu uns hinhalten, ihn ersehnen, darum bitten.<\/p>\n<p><em>Jesus zeigt ihnen seine H\u00e4nde und seine Seite.<\/em> Er zeigt ihnen, dass das Leid, der Schmerz nicht das letzten Wort hatten. Schwere Erfahrungen werden nicht verdr\u00e4ngt, \u00fcbert\u00fcncht, aber sie dominieren nicht mehr.<\/p>\n<p>Singen wir miteinander die 2. Strophe: <em>Komme, Erfinder neuer Sprachen, gie\u00df dich aus \u00fcber uns, rede in uns mit neuen Zungen, komm, begeistere uns!<\/em><\/p>\n<p>Rede in uns mit neuen Zungen - also erm\u00f6gliche neue Weisen, unser Leben und Handeln zu deuten. Gerade im Zusammenhang der vielen Krisen unserer Zeit wird so etwas ja wesentlich.<\/p>\n<p>In Jesus erleben die J\u00fcnger eine gro\u00dfe Freiheit und Jesus traut ihnen diese Freiheit zu. <em>Er sendet sie, so wie er gesandt wurde vom Vater.<\/em> Jesus tr\u00e4gt ihnen die Verantwortung zur Vergebung auf.<\/p>\n<p><em>Denen ihr die S\u00fcnden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten.<\/em> Nun wird es konkret, Vergeben hei\u00dft nicht ungeschehen machen -- Jesus zeigt seine H\u00e4nde und seine Seite. Vergebung ist im Zentrum des Lebens, ist der Weg aus einem Gef\u00e4ngnis der pers\u00f6nlichen Wahrnehmung und Festlegung. Ohne Vergebung wird Leben oft erdr\u00fcckt. Wie gnadenlos Leben ohne Vergebung ist, zeigt sich in den Medien, davon k\u00f6nnten viele von uns auch aus eigener Erfahrung berichten.<\/p>\n<p>Wer unterdr\u00fcckt wird, darunter leiden muss, dass St\u00e4rkere sich nicht um Gerechtigkeit bem\u00fchen wollen, f\u00fcr den ist dies ja besonders schwer. Wir sehen das gerade im Heiligen Land, wo es darauf ank\u00e4me, Gewaltspiralen, die es schon seit Jahrzehnten gibt, endlich zu durchbrechen. F\u00fcr uns Menschen ist das oft eine unl\u00f6sbare Aufgabe da hilft es, das Vertrauen auf Gottes Wirken zu st\u00e4rken und so auch achtsamer werden zu k\u00f6nnen f\u00fcr Seine F\u00fchrung. Singen wir miteinander die Strophe 3 <em>Komme, du Hoffnung aller Armen, schaff den Wehrlosen Recht, dass die Gebeugten sich erheben, dass sich V\u00f6lker befrein!<\/em><\/p>\n<p>Vergebung als Weg in eine Freiheit, die Paulus in der Lesung als Freiheit der Kinder Gottes beschreibt. Wir sind nicht mehr Sklaven der Vergeltung, der Rache, des Misstrauens. Wir leben als S\u00f6hne und T\u00f6chter dessen, der Erbarmen hat und immer wieder Leben schenkt. Dieser Schritt der Vergebung gelingt leichter, wenn ich mir der Solidarit\u00e4t Jesu im Leid, in der schweren Situation bewusst werde. Daher zeigt Jesus zu Beginn seine Wundmale. Der Friedensgru\u00df ist gleichzeitig Auftrag, im eigenen Leben um Vergebungsbereitschaft und Vergebung zu ringen.<\/p>\n<p>Das ist schwer, mag jemand einwenden, und das stimmt. Diese schwere Aufgabe kann bew\u00e4ltigt werden, weil Jesus den J\u00fcngern nahe kommt. Sonst h\u00e4tten sie von seinem Hauch nichts gemerkt. An dieser N\u00e4he Jesu hat sich nichts ge\u00e4ndert. Jesus l\u00e4dt uns ein, zu IHM zu kommen, von IHM zu lernen, SEIN Joch aufzunehmen. D.h. ER tr\u00e4gt mit bei dieser Aufgabe und traut sie uns, seinen J\u00fcngern, zu. Er ist unser Heiland.<\/p>\n<p><em>Der Geist bezeugt unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind, Miterben Christi.<\/em> So fasst Paulus die Sendung des Evangeliums in Worte. Seit der Taufe wohnt der Geist Gottes in uns. Deshalb auch gerade zu Beginn der Lesung: <em>Ihr seid vom Geist bestimmt, da der Geist Gottes in euch wohnt.<\/em><\/p>\n<p>Wie erkl\u00e4ren Sie diese Wirklichkeit Gottes in Ihnen, einem Arbeitskollegen, einem Freund, einer Freundin, die Sie darauf ansprechen? Was bestimmt Sie da? Wie sp\u00fcren Sie diese Wirklichkeit, diesen Beistand, das Leben anders zu meistern. Ohne den Geist bestimmt uns das Fleisch sagt Paulus, kann man nur auf Kosten von anderen leben, folgen wir den Gesetzen der physikalischen Welt, in der es von selbst bergab geht.<\/p>\n<p>Paulus wei\u00df (wie unser Pfingstlied), dieser Geist macht lebendig, - singen wir zum Abschluss nun die Strophe 5. <em>Komme vom Vater und vom Sohne, komm, du schaffende Kraft, mache uns neu, und unsere Erde hat ein neues Gesicht.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bibelstellen des Gottesdienstes 1. Lesung Apg 2,1-11 Antwortpsalm 104 2. Lesung R\u00f6m 8,8-17 Evangelium Joh 20,19-23 Hinf\u00fchrung Heute feiern wir Pfingsten, Abschluss, vielleicht auch H\u00f6hepunkt der Osterzeit. Pfingsten ist da, als Ermutigung f\u00fcr uns. Begegnung und Erf\u00fcllung mit Gottes Geist m\u00f6chte mitrei\u00dfen, Kraft entwickeln. Da ist etwas, da ist jemand, der betet in uns. 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