{"id":781,"date":"2025-12-27T09:47:49","date_gmt":"2025-12-27T09:47:49","guid":{"rendered":"https:\/\/hgu2read.de\/interessen\/?p=781"},"modified":"2025-12-27T09:47:49","modified_gmt":"2025-12-27T09:47:49","slug":"heilige-familie-lesejahr-a","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hgu2read.de\/interessen\/heilige-familie-lesejahr-a\/","title":{"rendered":"Heilige Familie Lesejahr A"},"content":{"rendered":"<h4>Evangelium des Tages<\/h4>\n<p>Mt 2, 13-15.19-23<\/p>\n<h4>Einleitung:<\/h4>\n<p>Erf\u00fcllt waren die vergangenen Tage und die heilige Nacht von der Botschaft: Gott ist Mensch geworden,<\/p>\n<p>Heute k\u00f6nnen wir dieser Botschaft weiter nachsp\u00fcren und uns ihr \u00f6ffnen:<\/p>\n<p>Nicht genug, dass Gott Mensch wird, er f\u00e4ngt damit auch noch ganz klein an, so klein, wie Menschenkinder eben anfangen. Kinder erinnern uns daran, dass wir das Wichtigste, was wir zum Leben brauchen, nicht selbst machen k\u00f6nnen, sondern geschenkt bekommen: Gemeinschaft und Freundschaft, Anerkennung und Liebe. Das Fest der Heiligen Familie, das wir jedes Jahr am Sonntag nach dem Weihnachtsfest feiern, weist darauf hin: wir Menschen brauchen einander, um Mensch zu werden, wie Gott Mensch geworden ist. Und es wird an diesem Sonntag deutlich, Widerstand gehen diese Neue in der Welt gibt es von Anfang an. Das kann uns tr\u00f6sten beim Blick auf die gro\u00dfen politischen Themen unserer Zeit, in der viele Bem\u00fchungen beispielsweise zur Bewahrung der Sch\u00f6pfung oder zu einem fairen Miteinander der Menschen weltweit auch mit Gewalt bek\u00e4mpft werden.<\/p>\n<h4>Predigt: Liebe Mitchristen<\/h4>\n<p>F\u00fcr viele der Deutschen ist Weihnachten ein Fest der Familie. Mir ist das zum ersten Mal richtig aufgefallen, als ich w\u00e4hrend meines Studiums in den USA diese Zeit planen musste. Mir war es damals wichtig, in diesen Tagen mit der Familie zusammen zu sein. Andere Anl\u00e4sse, die die amerikanische Kultur f\u00fcr Familienfeiern kennt, hatten f\u00fcr mich nicht diese Bedeutung. In den Jahren meines Ingenieurdaseins habe ich diese Zeit genutzt, die Eltern bzw. meine Schwester zu besuchen.<\/p>\n<p>Und so werden viele von Ihnen entweder sich zu einem Besuch aufgemacht haben, oder auch besucht worden sein. So eine Zeit in der Familie hat manche Probleme. Es gibt im Hinterkopf das idyllische Bild einer harmonischen Familie, aus der Werbung vertraut. Die heilige Familie kann in diesem Zusammenhang schnell zur heilen Familie werden, in der alles in Butter ist... Aber das Evangelium heute zeigt keine Idylle, sondern wirkliches Leben. Die junge Familie hat kaum Gelegenheit, sich \u00fcber das neugeborene Kind zu freuen. Die Sterndeuter waren gekommen und sind nun weg, und dann ist der Impuls stark, die Sorge f\u00fcr das neue Leben tatkr\u00e4ftig zu \u00fcbernehmen, aufzubrechen, einen Ort zu finden, wo das Leben eher m\u00f6glich ist. Eine Situation, die auch heute vielfach in \u00e4hnlicher Weise erlebt wird. Dazu 2 Beispiele:<\/p>\n<p>Viele hat die Suche nach Arbeitsplatz und Wohnung, nach Ausbildungsm\u00f6glichkeiten, und einem tragf\u00e4higen sozialen Umfeld nach Baden-W\u00fcrttemberg gef\u00fchrt<\/p>\n<p>Gro\u00dfr\u00e4umige Migrationsbewegungen sind in unserer Zeit erkennbar: angesto\u00dfen durch Kriege und weitere Formen von Gewalt oder Naturkatastrophen verlassen viele ihre Heimat.<\/p>\n<p>Vor einer Woche, am 4. Adventssonntag h\u00f6rten wir, wie Josef im Traum den Ansto\u00df bekam, mit Maria zusammen eine Familie zu gr\u00fcnden. Wer etwas Neues beginnt, wie Josef, braucht dessen Hellh\u00f6rigkeit, von der wir heute wieder geh\u00f6rt haben. Wer Neues wagt, wird immer auch Widerstand sp\u00fcren. Sicher oft nicht so massiv, wie es im Evangelium \u00fcber Herodes berichtet wird, aber schon so deutlich, dass klar ist, Neues ist nicht willkommen. Und dann hilft es nicht zu klagen, oder nur \u00fcber seine Hoffnungen und Tr\u00e4ume zu reden. Es braucht die Bereitschaft zur Aktion und die Offenheit, Impulse, die der Geist Gottes immer wieder anst\u00f6\u00dft, aufzugreifen. Josef hat, neben seiner Hellh\u00f6rigkeit, gro\u00dfe Energie und Tatkraft. Die braucht er, um seiner Aufgabe in dieser Familie gerecht zu werden. Diese Erz\u00e4hlung k\u00f6nnen wir als Beispiel f\u00fcr gelingendes Leben deuten. In fast jeder Umgebung gibt es Menschen, die bereit sind, ihre eigenen Interessen gerade auch gegen\u00fcber Neuem mit Gewalt durchzusetzen. Es gibt K\u00e4mpfe, die lohnen sich zu bestehen, aber auch Konflikte, die nicht zu gewinnen sind. Denen muss man aus dem Weg gehen. Statt etwas nur zu erleiden, zeigt das heutige Evangelium die M\u00f6glichkeit des Aufbruches und des Wagnis. Wenn wir dabei alles von uns bzw. alles vom Partner erwarten, werden wir uns gegenseitig vollkommen \u00fcberfordern. Die innere Ermutigung, die Kraft - die Maria und Josef von Gott her empfangen, \u00a0 entlastet und wird manche Angst lindern. Im Buch Kohelet hei\u00dft es an einer Stelle, dass eine dreifache Schnur nicht so leicht rei\u00dft. Ein Bild, das deutlich macht, die Familie kann viel tragen, mehr als eine einzelne Person dies k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Ich glaube, dass auch Maria und Josef dies so empfunden haben. Ihnen beiden ist geschenkt, dass sie nicht verzweifeln, sondern eine Zusage versp\u00fcren, die sie ermutigt, weiter zu gehen.<\/p>\n<p>Schon als Maria von ihrer Schwangerschaft erf\u00e4hrt, wird sie best\u00e4rkt: f\u00fcrchte dich nicht, du hast Gnade gefunden...\u00a0Josef h\u00f6rt diese Ermutigung ja auch und in der heutigen Erz\u00e4hlung findet er zu der inneren Sicherheit f\u00fcr den n\u00e4chsten Schritt.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang kann ich gut von der heiligen Familie sprechen. Beide, Maria und Josef, bleiben offen f\u00fcr die Botschaft von innen, f\u00fcr ihre Tr\u00e4ume. Ihre Hellh\u00f6rigkeit f\u00fcr die innere Wahrheit, f\u00fcr die Botschaft Gottes und ihr Mut, sich dieser inneren Stimme zu \u00fcberlassen, beeindruckt mich.<\/p>\n<p>Was sollen wir tun? Wie soll das gehn? Im Blick auf die Klimakrise oder die Kriege unserer Zeit sind diese Fragen vielen von uns vertraut. Der Stress, die Verantwortung, die da auf Menschen lasten, sind so gro\u00df, dass sie allein nicht zu tragen sind.<\/p>\n<p>So motiviert das heutige Evangelium, tiefer und aufmerksamer hin zu schauen, um zu erkennen, was hilft anderen in \u00e4hnlichen schweren Situationen. Die Botschaft dieses Sonntags nach Weihnachten l\u00e4dt ein, sich in diesen Geschichten der Bibel wieder zu finden, zu erleben, wie die eigene Kreativit\u00e4t befl\u00fcgelt wird und wie das Verhalten sich ver\u00e4ndert. So ein Blick auf die heilige Schrift ermutigt:\u00a0<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>nimm Gottes Gegenwart ganz bewusst in deine Beziehungen hinein. Es ist die Quelle f\u00fcr gegenseitige Annahme, f\u00fcr Vergebung und Liebe.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Schwierigkeiten, gerade im Zusammenleben mit anderen, wo und mit wem auch immer du lebst, sind normal, fordert den ganzen Menschen, mit allem was an Intuition, Verstand und Kraft vorhanden ist, - aber keiner muss alles allein aus eigener Anstrengung vollbringen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>trau der Kraft Gottes;\u00a0<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Evangelium des Tages Mt 2, 13-15.19-23 Einleitung: Erf\u00fcllt waren die vergangenen Tage und die heilige Nacht von der Botschaft: Gott ist Mensch geworden, Heute k\u00f6nnen wir dieser Botschaft weiter nachsp\u00fcren und uns ihr \u00f6ffnen: Nicht genug, dass Gott Mensch wird, er f\u00e4ngt damit auch noch ganz klein an, so klein, wie Menschenkinder eben anfangen. 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