Beweg-was-Fest-2026

Hinfahrt

Am letzten Tag der Stadtradelaktion im Landkreis Böblingen ging es zum Beweg-was-Fest in Nehren. Vor 4 Jahren war ich mit dem damals neuen Pedilio auch schon mal dabei. Der Ausrichter dieses Festes, die Radkutsche ist aktiv im Umfeld von Spezialrädern, hauptsächlich Lastenräder und somit ein guter Ort für die Lobbyarbeit für alternative und nachhaltige Mobilität.

Routenansicht
Die 30km Hinweg lassen sich gut mit der OSM-Oberfläche planen, die die Seite https://bikerouter.de zur Verfügung stellt. Oft passen die Vorschläge für Velomobil touristisch gut für das Pedilio.

Da ich im näheren Umfeld einige bevorzugte Strecken habe, wurde der Vorschlag noch etwas nachgebessert, das Pedilio gecheckt und am Samstagmorgen bei noch angenehmen Temperaturen startete das kleine Mikroabenteuer – der Ausflug nach Nehren, wo sich auch weitere Bekannte angesagt hatten.

Während der Fahrt nach einer halben Stunde eine erste kurze Pause um die Wurmlinger Kapelle samt Pedilio aufzunehmen.

Pedilio vor der Wurmlinger Kapelle

Nach einer weitere halben Stunde dann die erste Trinkpause – diesmal kurz vor Dusslingen also schon in Reichweite des Ziels

Trinkpause vor Dußlingen

Angekommen – aus dem Jahr 2022 gab es noch einige Erinnerungen an die Straßen in Nehren. Herr Viebach, der Entwickler, ist auch mit einem Pedilio da – die Radkutsche hat die Fertigung des aktuellen Loses für dieses besondere Velomobile übernommen. Da gibt es nun schon seit Jahren einige gute Verbindungen.

Angekommen bei der Radkutsche

Im Laufe des Nachmittags hat es dann auch mal fahrradunfreundlich geschüttet – plötzlich waren auf der Strecke nur noch die Pedilios zu sehen.

Wetterunabhängig

So ein Teil zu fahren, war gerade für einige Jungs hochattraktiv. Mit 1,50m Körpergröße stresste dass die unkomplizierte Verstellmöglichkeit des Mobils zwar, aber konnte noch bewerkstelligt werden. D.h. für Pedalierende zwischen 1,50m und 1,90m kann richtig schnell der Sitz verstellt werden, ähnlich wie auch bei einem Auto sich unterschiedlich große Personen sich ihr Sitzmöbel anpassen. Da auch viele Familien bei diesem Fest dabei waren, und noch kleinere Kinder gerne mal fahren wollten, musste der Vater dann öfter aushelfen.

Familienrunde

So ein Fest ist immer auch Kontaktpunkt für weitere innovative Fahräder und Fahrrad-Interessierte. Es gab u.a. Menschen, die sich davon überzeugen wollten, dass man ein Mehrspurfahrzeug auch ohne Differenzial bauen kann, es für ein gutes Fahrgefühl reicht, dass der Motor und die Muskelkraft je ein Hinterrad antreiben.
Weitere Velomobilisten waren da und motivierten mich, auch mal ihr Teil auszuprobieren. Das war bei einem beispielsweise nicht möglich, ich war schlicht zu groß und konnte das Dach nach dem Einsteigen nicht mehr schließen.

Ein anderes Teil hatte ein richtig innovatives Antriebskonzept (CIXI) umgesetzt. Bisher hatte ich nur in Zeitschriften davon gelesen. Die Benutzbarkeit hat mich beeindruckt. Es gibt keine Schaltung mehr, wenn man rückwärts tritt, fährt das Rad rückwärts bzw. wenn es noch vorwärts rollt, bremst es spürbar (Rekuperation).
Diese Lösung lässt ein richtig aufgeräumtes Design mit ähnlich gutem Wetterschutz wie beim Pedilio zu. Bis zur legalen Unterstützungsgrenze eines Pedelecs richtig gut, aber wenn man schneller fahren möchte, was ein leichtes Velomobil (es wiegt nur 50kg) auf der Ebene sicher kann, dann wird es mit den Wirkungsgeraden spannend. Und man muss sich ganz auf das Funktionieren der Elektrik verlassen – noch ein weiterer Schritt für mich. Ich würde gerne auch – wenn vielleicht auch langsamer – weiter kommen, wenn der Akku schlapp gemacht hat. Mehr dazu auf der entsprechenden Seite https://www.Eibike.de

Falls man mal zu 2en unterwegs ist, lohnt sich ggf. ja ein Tandem.
Mein Fahrradbauer, Herr Urban, der auch das Pedilio wartet, hatte rechtzeitig zu diesem Fest den Umbau des
Panorama-Tandems, einen Prototypen, den er mir von 14 Jahren konstruiert hatte, fertig bekommen. Nun kann ich von der neuesten Generation der Boschmotoren profitieren. Und auch einige der Teilnehmenden an diesem Fest wollten eine kleine Probefahrt haben…

Etwas bewegen geht ja auch auf anderen Ebenen. Und so war Herr
Hartmann, vom Sonnenzentrum aus Oberndorf, ebenfalls dort. Vor 20 Jahren war er mit dabei, als die Calwer Gemeinde das dortige Pfarrhaus solarisierte und mich für diese Weise, erneuerbare Energien lowtech zu nutzen, interessierte.

Eine Woche später sind ja die Cycledays in Böblingen.
Herr Ferot, der im Landratsamt in Böblingen sich für diese Weisen der Mobilität sehr aktiv einbringt, war auch auf diesem Fest und so wurde viel von diesem Netzwerk der Szene sichtbar. Gemeinsam – das zeigt sich immer wieder – lässt sich etwas bewegen.

Fediverse-Reaktionen

Kommentare

Ein Kommentar zu „Beweg-was-Fest-2026“

  1. @meinetexte Sehr, sehr interessant – vielen Dank dafür!

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